7 Tipps für dein Karnevalskostüm!

7 Tipps für dein Karnevalskostüm!Unsere Tipps für ein Kostüm jenseits von Mainstream und Konsumrausch

Einige sind schon mitten drin, für die anderen fängt sie in wenigen Wochen an: die fünfte Jahreszeit! Alljährlich heiß ersehnt, lang herbeigewünscht und dann doch ganz überraschend und plötzlich steht Weiberfastnacht vor der Tür. Die Freude ist zwar riesengroß und die Vorfreude noch größer, wäre da nicht nur das Dilemma der Kostümwahl. Dieses Jahr helfen wir euch, die Köpfe weniger zu zerbrechen, den Geldbeutel zu schonen und für Varianz im kostümierten Freundeskreis zu sorgen. Köln bietet euch zauberhafte Möglichkeiten für Kostüme, die nicht jeder Dritte auf der Zülpicher trägt und im Schaufenster vom Deiters hängen. Auch diese Kostüme sind natürlich als immer tragbar – aber zugegebenermaßen nicht gerade wahnsinnig kreativ.

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Köln. Beste! ist die Liebeserklärung der GAG Immobilien AG an die Stadt Köln und das, was sie ausmacht - ihre Menschen!
Auf der Seite findet ihr alles rund um das Thema Köln - ob Veedelsgeschichten, schöne Portraits oder auch mal ein leckeres Rezept,
hier werdet ihr immer fündig!

Auf Kostümsuche!

Gemeinsam mit der GAG, Kölns größtem Wohnungsunternehmen, haben wir uns auf die Suche nach großartigen Kostümen gemacht und sind mehr als fündig geworden. Ob im eigenen #zohus, mitten in der City oder auf einer Party, Ideen und Utensilien für euer neues Lieblingsoutfit in der Karnevalswoche haben wir an allen möglichen Kölner Ecken gefunden. Die besten sieben Tipps wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Los geht’s!

Do it your own way

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Erste Adresse für ein Kostüm: schaut mal nach, was ihr selber so zu Hause habt. Vielleicht seid ihr im Besitz jeder Menge Schätze und potentiellen Super-Kostümen, und es ist euch gar nicht bewusst. Mit wenigen Handgriffen kann man aus fast allem etwas machen. Und das Beste, ihr müsst weder Schneiderlehre noch Waldorfschule absolviert haben, oder Herr*in der Heißklebepistole sein, um euch karnevalistisch kreativ auszutoben. Wirklich simpel und dazu noch nachhaltig ist es zum Beispiel, aussortierte Kleidungsstücke umzugestalten. Kleiner Tipp: kürzen und wegschneiden geht immer und verlangt überhaupt keine Handarbeitsbegabungen. Ob Jeans in Hotpants verwandeln für ein hippes Hippiekostüm im Style der 70er oder Fransen in Hosen bzw. Shirts schnibbeln, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vielleicht müsst ihr aber auch gar nicht zur Schere greifen. Sportklamotten aus den 90er Jahren bieten zum Beispiel fantastische Möglichkeiten.

Auch eine Idee ist es, sich beim Partner zu bedienen, wenn es von der Körperform irgendwie machbar ist. Sieht immer witzig aus und kann nach Karneval einfach wieder auf in die richtige Kleiderschrankhälfte zurückgehangen werden.

Fremde Schränke

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Schon mal auf die Idee gekommen, in den Kleiderschrank von Oma oder Opa zu schauen? Auch der elterliche Kleiderfundus dürfte je nach Generation einiges zu bieten haben. Wenn man einmal darüber nachdenkt, decken die nächsten Verwandten mutmaßlich viele bis alle modische Highlights des letzten Jahrhunderts ab. Während die Großeltern eher die klassische 50er und 60er Mode trugen, könnten Eltern und deren Geschwister die Hippiegeneration, Punkszene, geschniegelte Popper oder ausgeflippte Raver abdecken. Auch der Gang in Papas Werkstatt könnte sich lohnen, oftmals ist dort irgendeine Art Blaumann oder Arbeitsanzug zu finden. Schnappt euch noch eine Schutzbrille und fertig ist der Look.

Sich ein Kostüm aus den verwandtschaftlichen Kleiderschränken zusammenzustellen hat übrigens diverse Benefits. Zunächst einmal ist es meist gratis, vielleicht muss das ein oder andere Teil ergänzt oder abgeändert werden, die Kosten sollten sich aber grundsätzlich in Grenzen halten. Zweitens bereitet ihr lieben Menschen vermutlich unendliche Freude, wenn ihr euch für ihre Vergangenheit und das damalige Leben interessiert und euch mit ihren Klamotten schmücken wollt. Und ihr werdet sicher die ein oder andere Geschichte hören, die bislang noch nicht erzählt wurde und als Anekdote zu einem Kleidungsstück dazugehört.

Second-Hand

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Next step, schaut euch mal im Second-Hand-Laden um. Hier verstecken sich oftmals wahre Goldstücke. Zugegeben, man braucht sicher gute Nerven du Ausdauer um sich durchzuwühlen, wird aber fast immer mit einem ganz besonderen Fundstück belohnt. Unser Tipp. Nicht nach etwas Bestimmten suchen, das könnte ganz schön frustrierend werden. Lieber unbedarft an die Sache ran gehen und einfach mal schauen, was euch begegnet. Meist kommt einem nämlich eine richtig gute Kostümidee, wenn man schonmal einen Eyecatcher in den Fingern hält, der als Inspiration dient. Also Augen auf und los!

Unser liebster Second-Hand-Shop für den Karnevals bedarf ist übrigens zum einen „Entlarvt" auf der Zülpicher Straße, Fundgrube für ausgefallene Vintage-Mode und Lederartikel aber bis Weiberfastnacht auch der Place-to-be um richtig tolle und einzigartige Karnevalskostüme zu ergattern. Zum anderen hat es uns auch die Second-Hand-Kette „Humana“ angetan, die in der Karnevalszeit eine extra Vintage-Kostümabteilung hat. Neue Teile kommen jeden Tag an, insofern lohnt es sich sicher, immer mal wieder reinzuschauen oder auch die fünf Standorte in Köln mal abzuklappern.

Ein Hut, ein Stock, ein…

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…Regenschirm? Nein, manchmal braucht man wirklich nichts außer einer Kopfbedeckung! Hier kommt unser nächster super guter Tipp um das Konto zu schonen und den Kopf nicht rauchen lassen zu müssen beim verzweifelten Überlegen als welcher Charakter man in diesem Jahr zu Karneval die Kölner Straßen beehrt: die Kopfbedeckung machts! Wer oben auf etwas Außergewöhnliches, Kreatives, Witziges oder einfach Ansehnliches präsentiert, braucht gar nicht zwangsweise noch ein vollständiges Kostüm. Denn wenn wir ehrlich sind, wie oft ist unser Kostüm schon unter dicken Wintermänteln oder Regenjacken versteckt geblieben? Zu oft! Ein Hut hingegen wird immer gesehen und kann in Verbindung mit einem schönen Make-up oder einem witzigen Accessoire ein absolut überzeugendes Kostüm darstellen. Wer den lokalen Produzenten unterstützen mag und sich freut, auf diese Weise auch noch ein echtes Unikat erlangen zu können, der stattet der Hutfabrik Fleming in Ehrenfeld einen Besuch ab. Dort werden Hüte aller Art maßangefertigt, sowohl für Privatpersonen als auch für Karnevalsgesellschaften, Theaterkostüme, Jäger, Reitmessen oder gar Puppen. Das Repertoire sieht dementsprechend vielseitig aus und bietet die passende Kopfbekleidung für jeden Anlass.

Ein Marktbesuch steht an!

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© Kleiderei Köln

Ja ja, Köln liebt seine Märkte. Ob Wochenmarkt im Veedel, Weihnachtsmärkte im Dezember oder Flohmärkte am Wochenende. Märkte gibt es immer und überall. Wie fein, dass sich das selbstverständlich auch für die Vor-Karnevalszeit Sagen lässt. Da gibt es nämlich Karnevalskostüm-Märkte! Das Konzept ist ähnlich wie bei einem stinknormalen Flohmarkt, außer dass das Angebot etwas bunter und ausgefallener daherkommt. Kaffee und Kuchen wird zur Stärkung angeboten, ein kühles Kölsch darf natürlich auch nicht fehlen. So ist man dazu verführt, stundenlang umherzuschlendern um immer bessere Stücke zu ergattern.

Besonders vielversprechend finden wir den Kostümmarkt in der Lutherkirche, hier wird vielseitige Auswahl an vier Terminen versprochen, unter anderem Theaterkostüme und Unikate von Hobby-Designern werden angeboten. Auch wer sich speziell für Hutkreationen und nostalgische Mode interessiert wird hier fündig. Gut zu wissen: die Aussteller und Anbieter wechseln, d.h. es kann sich durchaus lohnen mehrmals vorbeizuschauen!

Let’s party! Tausch-Rausch im IGLU

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Eine der besten Veranstaltungen die wir zum Thema Kostüme in Köln gefunden haben ist übrigens die Kostümtausch-Party am Sudermannplatz. Was ist das denn bitte für eine coole Idee? Neben den Läden für faire und ökologische Mode in Köln und Bonn betreiben „kiss the inuit“ auch noch ein Multifunktions-IGLU im Agnesviertel. Dort finden allerleid spannende und nachhaltige Veranstaltungen statt mindestens einmal pro Monat auch eine Tauschparty, unter anderem eine Kostümtausch-Party am Valentinstag. Also pünktlich eine Woche vor Weiberfastnacht könnt ihr hier mit euren ausrangierten (bitte sauberen und gewaschenen) Kostümen aufkreuzen und mit anderen Partygängern um die Wette tauschen. Eintritt muss man tatsächlich nicht bezahlen, Spenden für Speis‘ und Trank sind aber gern gesehen.

Ausleihen statt einkaufen!

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© Kleiderei Köln

Unsere letzte Idee zum Thema Kostümerwerb ist streng genommen gar kein Erwerb. Ein tolles Kostüm habt ihr nachher aber trotzdem. Wer die „Kleiderei“ in Köln kennt, dem ist das Konzept wohl bekannt: leiht euch eure Kleider statt zu kaufen. Sehr gut funktioniert das natürlich insbesondere für spezielle Anlässe, an denen Alltagskleidung fehl am Platze wäre. Eine schöne Idee als Gegensatz zur sogenannten Fast Fashion, die sich natürlich auch prima für die Karnevalszeit anwenden lässt.

Empfehlen können wir auch das „KleiderReich“, ein Kostümverleih für (fast) alle Anlässe. Wir warnen euch aber explizit vorab, wer das „KleiderReich“ einmal betritt, der findet sich im Kostümhimmel wieder. Termine müsst ihr telefonisch vereinbaren, Privatpersonen sind explizit willkommen und können sich hier herrliche Kostüme weitab vom Einheits- bzw. Einwegkostüm, auch für die Karnevalsparty ausleihen. Mutmaßlich werdet ihr der absolute Hingucker sein, deshalb werden (nachvollziehbarere Weise) auch keine Kostüme für den Straßenkarneval verliehen.

Veedels-Check Ehrenfeld

7 Dinge, die Ehrenfeld so einzigartig machen!

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Köln. Beste! entstanden!

Marleen

Marleen ist in Nippes zu Hause, schreibt gern über ihr Veedel, Mädchenkram, die grünen Seiten von Köln und alles was mit Kindern zu tun hat. Immer für vegetarische Köstlichkeiten, ein gutes Buch oder Feierabend-Bierchen im Park zu haben.