Airpaq aus Köln

Airpaq aus KölnEben kein normaler Rucksack!

Das Geschäft mit den nachhaltigen Rucksäcken boomt sowohl in Köln, als auch im Rest von Deutschland. Recyceltes Meeresplastik und Plastikflaschen dienen längst als Material für Taschen und Co.! Sogar Papier findet nun schon einen Weg, als Rucksack zu dienen. Eine tolle nachhaltige Entwicklung, die definitiv ein Weg in die richtige Richtung darstellt!

Rucksack, Airbags, Köln

© Airpaq

Warum nicht upcyceln?!

Eine ganz neue Idee, haben aber die Jungs von Airpaq – sie recyceln nicht, sie upcyceln!
Etwas versteckt in Neuehrenfeld findet man den kleinen modernen Showroom des Rucksack Labels Airpaq. Hier sieht man nicht nur die Gründer am hölzernen Tisch arbeiten, sondern auch die ganze Bandbreite an Produkten und eine upgecycelte Couch zum Entspannen. Nicht nur nachhaltig sind die aus Airbags gefertigten Rucksäcke, sondern auch vielfältig in ihrer Form von Farbe. Es gibt Rolltop Rucksäcke in Gelb, Grün, Schwarz, Weiß, Rot, Blau und inzwischen auch in einem herbstlichen Rosa.
Wer eher eine Gymbag, als einen Rucksack braucht, oder vielleicht sogar nur eine Hip Bag, wird hier ebenfalls fündig und findet sicher seine Lieblingsfarbe.

Der Airpaq

Inzwischen verkaufen über hundert Händler in ganz Deutschland die Bags, welche Anfang des Jahres sogar als ‚Produkt des Jahres 2019’ ausgezeichnet wurden. Meist kann man auf den Rucksäcken noch die Strichcodes der Airbags erkennen, was sie somit zum Unikat macht.
Geschlossen werden die Rolltops mit Gurtschlössern aus Automobilen. Die Träger sind aus verschrotteten Sicherheitsgurten und auch die Rückseite ist aus Gurten gefertigt. Jede Menge versteckte Fächer, ein Laptopfach und viele weitere kleine Taschen im Inneren machen den Airpaq sehr funktional.

Rucksack, Airbags, Köln

© Airpaq

Jeder Rucksack ist ein individuelles Produkt

Adrian

Wie alles begann

Den Anfang nahm alles innerhalb eines Projektes an der Universität. Michael und Adrian studierten gemeinsam in Rotterdam Entrepreneurship, wo sie das Unternehmerhandwerk lernten. "Wir wollten beide etwas Nachhaltiges machen. Da haben wir uns gedacht, recyceln, oder upcyceln wir doch etwas. Wo kriegen wir Schrott her? Also sind wir auf dem Schrottplatz gegangen und haben einen Airbag in einem der Autos gesehen und so war die Idee geboren. Der Airbag sah auch schon aus wie ein Rucksack, also war schon klar, was wir machen." Trotz des Endes des Studiums sollte das Projekt nicht sterben. Über eine Crowdfunding Plattform finanzierten die beiden dann ihren Traum von funktionellen, ästhetischen und nachhaltigen Rucksäcken.

Rucksack, Airbags, Köln

© Airpaq

Wie es funktioniert

Produziert werden die innovativen Stücke in der EU – genauer gesagt in Rumänien. Dabei haben sich die Jungs ebenfalls etwas gedacht. Michaels Vater betreibt dort eine Textilproduktion, zudem findet die Airbag Produktion größtenteils in Rumänien statt. Sobald ein kleinster Fehler im Stoff eines Airbags gefunden wird, wird dieser entsorgt. Das gibt wahnsinnig viel Abfall, und mit dieser Ausschussware arbeiten die Jungs von Aipaq.
Dank der geringen Entfernung von wenigen Kilometern zwischen den Automobilherstellern und der Textilproduktion, kann so sehr umweltfreundlich aus einem kaputten Airbag ein Rucksack entstehen. Die Schnittreste des Rucksacks werden wiederum für die Fertigung der Hip Bags verwendet. Michael und Adrian möchten sowohl ökologisch als auch ethisch und ästhetisch arbeiten und damit auch zu einem nachhaltigen Bewusstsein beitragen – Upcycling Rulez!

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Jill

Ich tue nichts lieber als Köln zu entdecken; die kulturellen Veranstaltungen, die innovativen Ideen und das interessante Stadtbild zu studieren und nachts in der Stadt zu chillen, oder zu lauter Musik zu tanzen. Das ist Köln für mich – ein Ort, den es sich lohnt zu entdecken!