Für unsere neue Gesprächsreihe "Am Büdchen mit..." treffen wir uns regelmäßig mit interessanten Kölner Persönlichkeiten an ihrem Lieblingskiosk – auf ein Getränk und genau sieben Fragen. Unsere Interviewpartner sind Menschen, die das Stadtbild mitgestalten, Kreatives schaffen und eine Meinung haben - echte Charaktere eben.
Er produziert das Bier, das Köln und Düsseldorf im Guten zusammenführen soll und das unserer Meinung nach auch noch schmeckt. Wie Hans darauf kam ein Versöhnungsbier der beiden Städte zu brauen, erfahrt ihr im Interview!

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Nachschub vom Chef persönlich! © Geheimtipp Köln

Jill:
Was hat dich nach Köln verschlagen?
Hans von Költ:

Lach, unser Bier. Wir brauen eine Symbiose aus dem Kölsch und aus dem Altbier und deshalb bin ich zu 50% in Köln und zu 50% in Düsseldorf.

Jill:
Was treibst du hier?
Hans von Költ:

Eigentlich verkaufe ich hier in Köln zum größten Teil Bier, besuche Märkte, quatsche mit Restaurants, bin in Kiosks unterwegs, um unsere Biermarke zu vertreiben und dafür zu sorgen, dass es sie hier in den Märkten gibt.

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Das Friedensbier fürs ganze Rheinland - költ! © Geheimtipp Köln

Jill:
Wie kam es dazu?
Hans von Költ:

Na ja, es basierte alles auf einem Streit. Wir waren mit Kölnern in der Düsseldorfer Altstadt unterwegs und das Ganze war so, dass wir nicht wussten, ob wir jetzt Kölsch, oder Alt trinken. Die einen wollten Kölsch trinken – das ist allerdings ein bisschen schwierig in Düsseldorf zu bekommen – die anderen Alt. Und wir dachten: Eigentlich bräuchten wir ein Bier für den Abend, was wir gemeinsam trinken können. Da blieb dann nur das Pils übrig. Wir wollten aber etwas Obergäriges trinken, was so ein bisschen traditionell ist. Da haben wir gesagt: Das müssen wir eigentlich mal selber in Angriff nehmen, mal selber brauen. Damals hatten wir aber nur die Idee, ganze vier Jahre später ist Költ dann tatsächlich erst auf den Markt gekommen. Vorher haben wir eine Crowdfundig Champagne gestartet, da war erstmal alles noch eher Spaß, weil wir nach drei Jahren gedacht haben: Komm, das müssen wir jetzt mal ausprobieren, sonst wird das nie was. Es fing dann alles recht klein an, dass wir gesagt haben: Okay, wir schütten erstmal Kölsch und Alt zusammen. Wir haben das dann im Freundeskreis verteilt und es gab auch wirklich welche, die das dann sogar mochten. Dann haben wir aber gedacht: Das kann es aber nicht sein, das wäre zu einfach. Und dann haben wir uns auf die Suche nach einem Braumeister gemacht. Das war dann eigentlich auch der schwierigste Part. Dann wurde alles richtig ernst und seit Ende 2018 sind wir nun auf dem Markt.

 

Jill:
Warum ist das dein Lieblingskiosk?
Hans von Költ:

 

...weil der Besitzer Ali tatsächlich der Erste war, der Költ in sein Sortiment aufgenommen hat und ich auch familiär in dieser Straße vernetzt bin. Ich deshalb auch diesen Kiosk hier schon lange kenne und es die daher meine erste Anlaufstelle ist. Im Stadion hat er mal zu mir gesagt, er würde das gern mal ausprobieren und seitdem war es so, dass ich alle 3/4 Wochen hierhin gefahren bin. Bis heute wird Ali immer noch von mir beliefert und das wird auch weiterhin so bleiben.

Jill:
Was schätzt du an Köln?
Hans von Költ:

Boa, da muss ich jetzt lügen... lach.
Tatsächlich das Offene, dass man überall schnell mit den Leuten ins Gespräch kommt, Leute gern was ausprobieren... das Kioskbier, die Büdchenkultur. Ja, die Büdchenkultur! Und die Ringe sind schön... lach.

 

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Schmeckt am Büdchen am besten! © Geheimtipp Köln

Jill:
Was magst du nicht an Köln?
Hans von Költ:

Tatsächlich mag ich echt nicht so gerne Kölsch, weil mir das ein bisschen zu lasch ist. Was mir beim Altbier doch manchmal zu herb ist, weshalb man davon nicht so viel trinken kann, ist beim Kölsch zum teil eben zu lasch. Deshalb haben wir eben unser eigenes!

Jill:
Was sind deine Geheimtipps/Bestplaces in Köln?
Hans von Költ:

Ich genieße Köln leider kaum, da ich hier oft zum Arbeiten hinkomme. Die Coktailbar Spirits, da gibt es nämlich einen Költ Cocktail. Das ist ein richtig würziger Cocktail, der ganz geil ist.
Ich mag auch das moderne Brauhaus Schelds em Oellig. Die haben viele verschiedene Craft Biere. Dort gibt es eben nicht nur diese Standard Brauhausbiere, sondern man kann zu dem deftigen Essen auch andere Biere bestellen.

Auf ein lecker költ! © Geheimtipp Köln

Auf ein lecker költ! © Geheimtipp Köln

Auf ein lecker költ! © Geheimtipp Köln

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Basis entstanden!

Jill

Ich tue nichts lieber als Köln zu entdecken; die kulturellen Veranstaltungen, die innovativen Ideen und das interessante Stadtbild zu studieren und nachts in der Stadt zu chillen, oder zu lauter Musik zu tanzen. Das ist Köln für mich – ein Ort, den es sich lohnt zu entdecken!