Das Bierlager in der Kölner Südstadt

Das Bierlager in der Kölner SüdstadtDas beste rund um den geliebten Gerstensaft

Obwohl man sich in dem kleinen Craftbeer-Laden, an der Bonner Straße in der Kölner Südstadt, wenn es voll ist kaum um die eigene Achse drehen kann, würde es Stunden dauern, durch die hohen Regale – voll mit den unterschiedlichsten Craftbeer-Sorten – zu stöbern.

Es riecht immer noch ein wenig nach Holz – den meterhohen Regalen, die komplett aus alten Paletten neuzusammengebaut wurden – wenn man den Laden an der Bonner Straße betritt. Im Sommer hat das Bierlager seit drei Jahren geöffnet, das Craftbeer-Sortiment ist seitdem ständig im Wandel: Aus 80 wurden 150 verschiedene Sorten. Versucht man bei einem zweiten Besuch sein Lieblingsbier wiederzufinden, kann es sein, dass es bereits ausverkauft ist, ganz woanders steht, oder durch ein anderes, ebenso gutes Bier ersetzt wurde. Aber festlegen sollte sich hier eh niemand.

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Tolle Bierauswahl © Bierlager

Bunten Etiketten zum Stöbern

Das Bierlager funktioniert nicht wie ein Getränkeladen, in den man mit einem Einkaufszettel hinein- und mit genau dem, was drauf steht wieder hinausgeht.
Hier lädt nicht nur das charmante Chaos, sondern vor allem die ganzen bunten Etikette zum Stöbern ein. Die Biere tragen hier Namen wie »Surfers Ale«, »Rest in Peace«, »Drunken Sailor« und »Onkel Albert«. Die Etikette sind bunt, mit unterschiedlichen Grafiken, Bildern und Typos. Allein schon Stunden könnte man sich damit aufhalten, die ganzen Etikette aufmerksam zu studieren. Auf der Rückseite des »Just Pils« von der Hamburger Brauerei Von Freude liest man beispielsweise: »Manchmal ist der direkte Weg zum Ziel das Maß der Ding. Ohne Umwege. Ohne Allüren. Ohne Chemie. Ohne Besserwisser. Ohne Zusatzstoffe. Ohne Hipster. Ohne OMG. Ohne Selfies. Just Pils.«

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Sammelfieber © Bierlager

Gegengewicht zu den großen Bierkonzernen

Die Craftbeer Bewegung, die ihren Ursprung in den USA nahm, entstand genau aus dem Gefühl, Bier ohne Umwege und Chemie herzustellen. »Klein, innovativ und trotzdem traditionell« – mit den Worten beschreibt die amerikanische Brewers Association das Konzept der Craft Breweries. Übersetzt: Handwerksbrauereien, die eine Art Gegengewicht zu den großen Bierkonzernen, und der dort produzierten Massenware bilden. Dabei geht es nicht darum den Geschmack einer möglichst großen Masse zu bedienen, sondern um Geschmacksvielfalt, außergewöhnliche Aromen und Experimentierfreude. So steht nicht der Brauprozess, sondern die Entwicklung immer neuer Geschmacksideen im Vordergrund – egal ob herb, erdig, schokoladig oder fruchtig.

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Bier macht Stimmung © Bierlager

Einkaufen mit Spaß

Am Ende wird es letzteres – fruchtig: Das »7:45 Escalation« von der Münchener Brauerei Crew Republic. Ein Bier für die Nachtschwärmer Kölns, glaubt man dem Etikett: »7:45 Uhr morgens. Deine Freunde sind schon weg. Und nun will Dich auch noch der Barkeeper rausschmeißen, weil Du mal wieder der Letzte an der Bar bist. Aber Du willst weiterfeiern… Dieses Bier widmen wir Dir, der immer als Letzter nach Hause geht während wir schon lange im Bett liegen. Du bist der Held der Nacht!«

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden

Henrike

Henrike ist eigentlich in der Musikszene und auf den Festivals dieses Landes zu Hause. Ab und zu schafft sie es aber doch, auch für uns in die Tasten zu hauen.