Black Lives Matter

Black Lives Matter7 Tipps gegen Rassismus

Ich bin Leonie, weiß, weiblich und rundum privilegiert. Ich wurde noch nie aufgrund meiner Hautfarbe oder meiner Herkunft diskriminiert und werde es wohl auch nie erfahren. Aber nur weil ich diese Erfahrungen nicht gemacht habe, heißt es nicht, dass mich Rassismus nichts angeht. Grade heute ist es wichtig, dass auch weiße Menschen, die keine rassistischen Erfahrungen machen, sich aktiv antirassistisch positionieren, ihre Privilegien hinterfragen und People of Color nicht nur am #BlackOutTuesday solidarisch unterstützen.

Was sind Privilegien?

Privilegien beschreiben die Vorteile, die manche Menschen von Geburt an haben. Das können Hautfarbe, wohlhabende Eltern, ein sicheres Herkunftsland, das Geschlecht, ein hohes Bildungsniveau, keine Behinderung oder auch eine gesellschaftlich akzeptierte sexuelle Orientierung sein.

Diese Privilegien werden dir in die Liege gelegt. Oft passiert es, dass Privilegierte nicht mal realisieren, dass sie Privilegien besitzen und es im Leben in bestimmten Situationen deutlich einfacher haben.

Ja, es gibt Rassismus in unserer Stadt!

Oft wird in Talkshows zuerst diskutiert, ob es Rassismus in Deutschland überhaupt gibt. Ich beantworte diese Frage mal kurz: Ja, es gibt Rassismus in Deutschland und ja, es gibt ihn auch in Köln. Was ihr dagegen machen könnt? Hier kommen 7 Tipps:

Lernen & weiterbilden

Der ersten Schritte, um rassismuskritischer zu werden, sind zuhören und reflektieren. In Hörbüchern wie Exit Rasicm: Rassismuskritisch denken lernen von Tupoka Ogette findet ihr einen kostenlos Einstieg in die Thematik. Natürlich gibt es noch viel mehr Literatur, Podcasts und auch Serien und Filme, hier eine kleine Auswahl:

Informieren via Social Media

© Unsplash: Mika Baumeister

Auch wenn ihr finanziell aktuell nicht so gut dasteht: Auf Instagram findet ihr, kostenlose Bildungsarbeit in großen Mengen. Hier kommen ein paar JournalistInnen, AutorInnen, ModeratorInnen und Seiten, denen ihr spätestens jetzt folgen solltet!

Mit Familie und Freunden sprechen

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© Unsplash: Mika Baumeister

Auch sehr wichtig: mit Familie und Freunden sprechen! Oft sind Menschen rassistisch, ohne es selber wahrzunehmen. Was dagegen hilft: Reden, sprechen und aufzeigen, was daran rassistisch ist und warum. Die Autorin Jen Winston hat einen kurzen knackigen Guide dazu rausgebracht – ihr findet ihn hier!

Auf Demos gehen

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Ihr wollt am Wochenende auf eine Demo zum Thema? Dann solltet ihr euch vorher unbedingt gut informieren: Von wem wurde sie zum Beispiel angemeldet, wo und wann findet sie statt und was für Schilder sind angemessen? Die Illustratorin Eva Dietrich (IG: leecat) hat ein sehr gutes Instagram Story Highlight für "Weiße Mitdemonstrierende" angelegt. PS: Bitte achtet natürlich darauf, eure Masken zu tragen, friedlich zu protestieren und aufeinander zu achten.

Support, Support, Support

Black Lives Matter, Köln

© Unsplash: Mika Baumeister

Ihr würdet gerne mehr Projekte und Events unterstützen, die von PoC geführt werden? Kein Problem, auf Seiten wie blackwomeninbusiness & foggermany findet ihr regelmäßig Black Business Events. Außerdem gibt es einige tolle Kölner Läden & Shops die sich über euren Support freuen.

Geld spenden

Black Lives Matters, Köln

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Natürlich lassen sich Vereine und Projekte nicht mit Likes und Liebe finanzieren. Schon kleine monatliche Beiträge machen den Unterschied! Unterstützen, könnt ihr zum Beispiel die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. Damit finanziert ihr die Umsetzung von Räumen und Aktivitäten für schwarze Kinder- und Jugendliche, die Anzeige von rassistischer Diskriminierung, Benachteiligungen, Ausbeutung und mehr.

Anti-Rassistisch sein

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Und wahrscheinlich das Wichtigste: Bleibt aktiv und antirassistisch. Wenn ihr bemerkt, dass in eurem Alltag eine Person rassistisch behandelt wird, greift ein. Fragt, ob ihr helfen könnt, unterstütz die diskriminierende Person und positioniert euch klar gegen Rassismus. Hört nicht weg, schaut nicht weg, denn #whitesilencekills!

Dieser Artikel ist ein redaktioneller Gastbetrag von Leonie Henze (Geheimtipp Hamburg)!

Redaktion