Cityleaks Festival

Cityleaks Festivalre:claim ehrenfeld

Kommt mit und entdeckt euer Veedel von einer neuen Seite! Das Cityleaks ist ein Urban Art Festival und findet vom 31. August bis zum 21. September in Ehrenfeld statt. In diesem Zeitraum werden viele nationale und internationale Künstler, auf ganz unterschiedliche Arten das Veedel zu ihrem Kunstwerk machen.

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© City Leaks | Robert Winter

Republic

In diesem Jahr trägt die Veranstaltung den Namen „re:public“, denn es handelt sich um eine öffentliche Sache. Konkret wird der Strukturwandel in Ehrenfeld thematisiert, und gleichzeitig das  Verhältnis von Identität und Erinnerung dargestellt. In diesen drei Wochen erobern die Künstler den öffentlichen Raum und nutzen ihn für ihre Zwecke. Dabei wird die Ehrenfelder Architektur neu interpretiert und in Szene gesetzt. Vergessene, ungenutzte Orte erstrahlen dann in neuem Glanz. Ein gutes Beispiel für so einen Ort sind die Bahnbögen der Hüttenstraße. Dieser leerstehende Raum könnte zu einem Treffpunkt des Veedels werden. Ein Ort für die Gemeinschaft. Zum Austausch, für Diskussionen, Anregungen. Alle Institutionen aus Politik, Wissenschaft, Kultur, und Wirtschaft sowie die Anwohner können sich daran beteiligen.

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© City Leaks | Robert Winter

Eröffnung

Das Cityleaks Festival wird am 31. August um 14 Uhr durch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker an diesen Bahnbögen eröffnet. Bereits im Mai wurde das italienische Architektenkollektiv Studio Orizzontale dazu eingeladen, die leerstehenden Bahnbögen auf ihre Weise zu gestalten und für den Zeitraum des Festivals zu einem funktionalen Ort zu machen. Ihre Leidenschaft ist es, vernachlässigte Orte architektonisch zu verändern und so neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Recycling von Materialien, aber genauso wichtig ist es, eine Verbindung zwischen den Künstlern und den Verantwortlichen zu schaffen.

Highlights

Eine Vielzahl von individuellen Künstlerin aus der ganzen Welt werden im September in Köln zu Gast sein. Damit ihr einen ersten Einblick bekommt, haben wir euch hier ein paar Highlights aufgelistet, die ihr euch nicht entgehen lassen dürft.

Alex Schweder und Clemens Klein bezeichnen ihre Werke als „Performance Architecture“ und stellen ihre Kunstwerke sogar im MoMa in New York aus. Sie sind experimentierfreudig und arbeiten mit Kontrasten. In ihrer Vorstellung gibt es eine gewisse Abhängigkeit zwischen der Architektur und dessen Bewohner*innen. Bei der Entdeckung ihrer Bauten soll es dem Besucher möglich sein, sich auf das Wechselspiel von Wahrnehmung und Verhalten einzulassen.

Andrey Ustinov hat sich auf sogenannte sekundäre Künste spezialisiert, die auf den ersten Blick unbemerkt bleiben. Bei seinem „Open-Power-Projekt“ aus dem Jahr 2016 klebte er einen Stadtplan für öffentliche Steckdosen auf die Rückseite eines Werbeplakats. Dabei entdeckt man nicht nur Stromanschlüsse, sondern nimmt die Stadt insgesamt anders wahr.

Das deutsche Künstlerduo Sandy Craus und Sebastian Hahn wollen mit ihrem Projekt „Follow the Line“ den Gehweg zwischen dem Parkgürtel und der Wöhlerstraße umgestalten. Der bereits verblasste Mittelstreifen wird für alle Spaziergänger, Jogger und Radfahrer mit Worten bedruckt, die die Vorstellungskraft anregen. Dort müsst ihr unbedingt mal vorbeischauen und die Eindrücke auf euch wirken lassen!

Lukas Friedlich ist Streetart-Künstler, der Fassaden mit seinen Graffitis verschönert. In seinen Werken verarbeitet er sein alltägliches Leben und macht daraus, vorwiegend in schwarz-weiß, expressive und abstrakte Motive. Daraus entstehen beeindruckende Kunstwerke, die die Stadt verschönern.

Ganz anders, aber definitiv sehenswert drückt sich die aus Finnland stammende Marje Hirvonen aus. Sie verbindet Tanz, Theater und Performance miteinander. In ihrer neuesten Vorstellung „Hangxiety" thematisiert sie Angst als körperliche und seelische Grenzerfahrung. Emotionen sind der Antrieb unseres Verhaltens und dennoch gilt Angst  in unserer Gesellschaft weiterhin als Tabuthema. Marje setzt sich in ihrer eindrucksvollen Performance mit diesem spannenden Thema auseinander.

© City Leaks

© City Leaks

Entdecke die Vielfalt

Wenn ihr einen umfassenden Eindruck der künstlerischen Darbietungen bekommen möchtet, könnt ihr eine der Führungen besuchen. Die Vielfalt der urbanen Kunst in Ehrenfeld könnt ihr zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Eine Tour dauert circa 1,5 bis 2 Sunden und kostet 7,50€ pro Person. Individuelle Touren kann man ab zehn Personen buchen. Mit den Kosten wird dann das Festival im Jahr 2021 und die öffentliche Kunst in der Stadt unterstützt. Markiert euch das Festival im Kalender und entdeckt die vertrauten Ecken eures Veedels neu!

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© City Leaks | Silviu Guiman

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Annika

Ein perfekter Tag startet für Annika mit einer Runde Joggen entlang des Rheins, gefolgt von leckerem vegetarischem Essen, guter Literatur und endet mit einem gemütlichen Bummel mit Freunden durch die Stadt. Dabei ist sie stets offen dafür, Neues zu entdecken und Kölns facettenreiche Seiten besser kennen zulernen.