Das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht

Das hab ich schon ewig nicht mehr gemachtSieben Dinge, für die wir jetzt Zeit haben.

Der Keller ist aufgeräumt, der Kleiderschrank ausgemistet und die Steuerklärung ist auch schon fertig? Die Lieblingsserie habt ihr jetzt schon drei mal durchgeschaut und jedes Buch ist ausgelesen? Super, dann wart ihr ja bis jetzt ziemlich fleißig während der Isolationsphase. Aber was nun? So langsam gehen euch die Ideen aus und ihr braucht neue Challenges für eure to-do Liste? Kein Problem, wir hätten da noch ein paar Aktivitäten für euch, an die ihr vielleicht noch nicht gedacht habt.

Scherzanrufe

Scherzanruf, Corona, Köln, To do

Der gute alte Telefonscherz. Oh ja, längst in Vergessenheit geraten, war das früher der absolute Renner. Man suchte sich, in Kindesaugen, den witzigsten Namen im Telefonbuch aus und wählte vor Aufregung fast platzend die angegebene Nummer. Wenn sich dann Herr Popel oder Frau Schlüpfer am Apparat meldeten, war das Gelächter groß. Als man dann aus der ersten Klasse raus war, wurden die Anrufe schon einfallsreicher. Man verstellte die Stimme und erzählte, dass die Bestellung von 20 Pizzen jetzt auf dem Weg zum Telefonstreich-Opfer sei. Mittlerweile gibt es natürlich auch viele Apps, die mit künstlichen Stimmen den Job des Schelmes übernehmen. Aber ganz ehrlich, selber machen ist doch viel cooler. So wurde ich vor wenigen Tagen selbst Opfer eines solchen Anrufs. Mein jüngerer Bruder fand es urkomisch, mich mit Hilfe eines Kumpels reinzulegen. Dieser machte eine tiefe Stimme und als ich an mein Handy ging, beschwerte er sich darüber, dass er gesehen hätte, wie ich in Massen Klopapier gehamstert hätte. Erst wusste ich gar nicht wie mir geschieht und wollte mich aufregen, zu Unrecht so beschuldigt zu werden! Und plötzlich war da dieses unterdrückte Kichern zu hören. Da war mir schnell klar was hier grade passiert und ich musste lautstark lachen. Die beiden waren natürlich stolz wie Oskar über ihren Streich. Vielleicht fällt euch ja auch auf Anhieb ein, der einen ordentlichen Streich gebrauchen kann. Viel Spaß!

Fotos sortieren

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Kennt ihr das? Besuch bei Mama und ihr habt euren neuen Freund mitgebracht. Toll, nur das Mama noch alle Tanten und sowieso alle möglichen Bekannten eingeladen hat. Und nicht nur dass der Kaffeeklatsch zu einem neugierigen Verhör mutiert! Denn dann kommt die Krönung: nach dem zweiten Eierlikörchen kommen die Fotoalben auf den Tisch. Herrliche Kinderbilder aus der Badewanne, Bilder auf denen man sich das erste mal auf dem Töpfchen unbeobachtet fühlt oder Fotos aus der Teenie-Phase in der jeder Look das wahre Grauen war (man aber posiert wie der größte Popstar). Peinlich - am Anfang. Aber nach wenigen Minuten staunt man eher darüber, was Mama da alles fotografiert und eingeklebt hat. Tolle Erinnerungen werden ausgetauscht und es gibt eine Menge zu lachen. Setzt euch also hin und sortiert, beschriftet und klebt all diese Fotos mal ein. Ihr könnt auch einen Onlineanbieter nutzen um sie zu entwickeln. Aber tut es, denn sonst gehen sie irgendwann verloren. Denn ganz ehrlich, kein Mensch setzt sich um ein Handy herum, in dem einfach jeder Quatsch, jede Einkaufsliste oder mäßig lustiges Meme abfotografiert und gesammelt ist. Bastelt ein Fotoalbum, ihr werdet es feiern, wenn ihr in 20 Jahren zusammensitzt und durch die Erinnerungen von heute blättert.

Ein Stammbaum erstellen

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Wenn wir nun schon dabei sind, Fotoalben zu basteln und Erinnerungen festzuhalten, können wir direkt noch einen Schritt tiefer graben. Und zwar in dem wir einen Stammbaum erstellen. Denn kennen wir zwar oft noch den Großonkel oder irgendwelche Tanten, hört es bei den Urgroßeltern oft schon auf. Und wen gab es davor? Und woher kommen wir eigentlich? Plötzlich haben wir so viele Fragen über unsere Familie. Um all diese Fragen zu beantworten, hilft oft nur eins: nehmt den Hörer in die Hand und ruft die Oma an, die entfernte Tante oder den Großcousin und plötzlich erfahrt ihr so vieles. Bestimmt kommt ihr aus dem Quatschen garnicht mehr raus. Dann fragt ihr euch, warum ihr so lange keinen Kontakt zu diesen Menschen hattet. Eine Aktivität, die euch nicht nur eurer Familie näher bringt, sondern auch eine, die ihr toll mit Kindern machen könnt. Und wer weiß, vielleicht trefft ihr noch auf ganz neue Familienmitglieder, von denen ihr bisher überhaupt nichts wusstet.

Ein Tagebuch schreiben

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Na, wer von euch hat früher auch Tagebücher vollgeschrieben? Über die blöden Mädchen aus der Nachbarklasse, über den heimlichen Schwarm (und seinen Namen mit Herzen umkringelt) oder über den Weltschmerz als Teenager? Ich definitiv! Und irgendwo hat man diese teilweise doch ziemlich pikanten Niederschriften noch liegen, im Keller vielleicht? Aber warum hat man Tagebuch geschrieben? Vermutlich um mit sich, seinen Gedanken und der Umwelt besser umgehen zu können. Um zu reflektieren was grade halt so abgeht. Und naja, jetzt grade geht Corona ab. Und mit anderen reden ist grade sowieso nur digital möglich. Warum also nicht die Gedanken und Gefühle niederschreiben, die euc h grade beschäftigen. Und wenn am Ende nur drin steht, dass ihr in jeder Minute an Essen denkt und wie viel Weinflaschen ihr schon getrunken habt! Schreibt euer Covid19-Tagebuch.

Eine Postkarte schreiben

Postkarte, Köln, Corona

Eigentlich würden unsere Eltern, Geschwister und Freunde in diesen Tagen eine Postkarte aus Italien bekommen. Tja, das ist ja nun anders gekommen und der geplante Urlaub musste storniert werden. Aber warum nicht einfach trotzdem eine Karte verschicken? Der Kölner Dom macht sich doch eh viel besser als eins von diesen immer gleichen Strandmotiven. Besorgt euch ein paar coole Postkarten und Briefmarken und schickt euren Lieben auf diesem Weg ein paar kölsche Grüße. Mit dieser unerwarteten Post werden sie sicher nicht rechnen!

Retrogames zocken

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Was waren wir als Kids verrückt nach ihnen: Nintendo64, Gameboy usw. ! Ich erinnere mich gut an meine Grundschulfreundin und ihre Konsole. Immer wenn das Wetter schlecht war und wir kein „Verstecken mit Freischlag“ spielen konnten, saßen wir vor diesem Ding und haben Mario Kart oder Zelda gezockt. Tetris war auch der Hit! Oder Donkey Kong… Wer noch eine alte Konsole oder den Gameboy im Keller hat, sollte diese ganz schnell abstauben und fit machen. Denn während wir uns sonst wahrscheinlich nie hinsetzen würden um den ganzen Abend Tetris zu spielen, habt ihr jetzt ein paar extra Minuten auf eurem Zeitkonto! Und für alle die kein Relikt dieser Zeit irgendwo rumliegen haben, viele Spiele kann man auch auf verschiedenen Plattformen im Netz zocken.

Origami basteln

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Wenn wir unsere Finger dann mal von Handy, der Konsole, dem Laptop oder dem Glas Wein lösen können, gibt’s noch eine andere, längst vergessene, hohe Fingerkunst: Origami! Denn basteln regt die Phantasie und Kreativität an, lässt uns zur Ruhe kommen und ist vor allem auch mit Kindern eine gute Beschäftigung. Wer bastelt den besten Schwan, den schönsten Schmetterling oder lustigsten Hut? Wer wie ich zwei linke Hände aber trotzdem was hübsches basteln möchte, findet online viele Tipps und Anleitungen. Auch viele weitere Bastel-Ideen sind dort zu finden. Also ihr KünstlerInnen, zeigt her was ihr könnt!

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Carina

Carina ist vor 10 Jahren nach Köln gekommen um zu bleiben. Sie lebt und liebt Sülz, erkundet aber auf ihrem hellblauen Fahrrad auch gerne die anderen Viertel der Stadt. Immer auf der Suche nach den besten Yoga- und Kaffeespots!