Der erste deutschlandweite Dokumentarfilmtag LETsDOK

Der erste deutschlandweite Dokumentarfilmtag LETsDOK1 Tag, 1 Land, über 100 Kinos und Events

Am 19. September 2020 ist es soweit! Überall in Deutschland wird der Dokumentarfilm gefeiert: In Kinos auf der großen Leinwand, aber auch in Kulturzentren, auf Häuserwänden, in Hinterhöfen, in mobilen Projektionen auf dem Land und an vielen anderen alternativen Orten.
Denn Dokumentarfilme sind besonders: Sie rütteln auf, sie inspirieren, sie machen Spaß und regen zur Diskussion an. In unserer global vernetzten, immer unübersichtlicher werdenden Welt sind sie ein unverzichtbarer Teil der öffentlichen Meinungsbildung. Damit sind sie heute wichtiger denn je. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Kinos, Filminitiativen, Verbänden, Stiftungen und Förderinstitutionen entsteht mit LETsDOK ein deutschlandweiter Event-Reihe, an dem wichtige Themen unserer Zeit in der gemeinsamen Kino- und Filmerfahrung erlebt und in anschließender Diskussion verhandelt werden.

Diese Filme gibt es unter anderem auf die Augen:

SPACE DOGS

© SPACE DOGS

Die Legende Laikas, Moskauer Straßenhündin und tragischer Weltraumpionierin, ist Ausgangspunkt von SPACE DOGS. Zu hypnotischer Musik folgt der Film Laikas Geist zurück nach Moskau – auf den Spuren zweier Straßenhunde, deren Leben wir in ungeschönter Härte miterleben. Ihre Streifzüge wechseln sich mit nie gesehenem Archivmaterial des sowjetischen Raumfahrtprogramms ab. Ein Gesamtkunstwerk, das poetisch das Verhältnis von Mensch und Tier auslotet.

DIE EPOCHE DES MENSCHEN:

ANTHROPOCENE: THE HUMAN EPOCH, Kino, Köln

© DIE EPOCHE DES MENSCHEN

Wir bewohnen oder bewirtschaften drei Viertel der eisfreien Fläche unseres Planeten. Jedes Jahr werden bis zu 100 Milliarden Tonnen Material aus der Erde geholt: In Italiens Marmorbrüchen wird heute an einem Tag zwanzigmal mehr Stein abgebaut als noch vor wenigen Jahrzehnten. Ganze Wälder und Dörfer müssen dem Braunkohletagebau in Deutschland weichen. Auf der Suche nach Futter ziehen Albatrosse weite Kreise über der größten Müllkippe Ostafrikas.
Gemeinsam mit dem Fotografen und Künstler Edward Burtynsky erzählen Jennifer Baichwal und Nicholas De Pencier bildgewaltig von der Schönheit der Erde und vom Raubbau des Menschen an unserem Planeten.

JENSEITS DES SICHTBAREN – HILMA AF KLINT

© JENSEITS DES SICHTBAREN – HILMA AF KLINT

Die Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden! Die schwedische Malerin Hilma af Klint wird 100 Jahre zu spät als die Begründerin der abstrakten Malerei entdeckt. Über 1500 Gemälde blieben der Welt bisher verborgen. Halina Dyrschka zeichnet ein zauberhaftes wie mächtiges Porträt einer Künstlerin von universeller Größe, die sich intensiv mit der Vergänglichkeit und dem Sinn des Daseins auseinandersetzte. Auf der Spurensuche im Kosmos einer beeindruckenden Persönlichkeit.

SCHLINGENSIEF - IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN

© SCHLINGENSIEF

„Ich dachte immer, so jemand kann nicht sterben. Das ist, als ob das Leben selbst gestorben wäre“, schrieb Elfriede Jelinek 2010 zum Tod von Christoph Schlingensief. Zehn Jahre schon fehlt der Oberhausener Totalkünstler dem internationalen Kunstbetrieb. Diese „Lücke, die der Teufel lässt“ (Alexander Kluge) konnte natürlich niemand schließen. Bettina Böhler erweckt mit sensationellem Archivmaterial das schmerzlich vermisste Enfant terrible zu neuem Leben und lässt Schlingensief sich selbst erzählen.

In Kinos und auf Freilichtbühnen, im Radstadion, im Planetarium, auf Häuserwänden, Marktplätzen, Bahnhöfen und im ganzen öffentlichen Raum. Hier gibt es das ganze LETsDOK-Programm für Köln!

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem DOK.fest München entstanden!

Redaktion