Eintauchen in fremde Welten

Eintauchen in fremde Welten7 Hörbuchtipps für die Selbstisolation

In dieser jetzigen, ungewöhnlichen Situation verbringen wir mehr Zeit Zuhause als woanders. Wir verreisen nicht, lernen keine neuen Orte kennen, keine neuen Menschen oder Geschichten. Was uns aber helfen kann, wenn wir doch einmal dem Corona-Alltag entfliehen und wieder in fremde Welten eintauchen möchten, sind Hörbücher. Ein gutes Hörbuch kann fesseln, entspannen, mitreißen oder beruhigen – und das beste dabei ist, dass man nebenher auch noch den Frühjahrsputz erledigen, ein leckeres Abendessen kochen oder sich dem neuen Puzzle widmen kann. Ich stelle euch meine sieben Tipps für Hörbücher für die Zeit Zuhause vor. Hört rein!

Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind (2008)

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Mein absolutes Lieblings(hör-)buch seit ich Hörbücher für mich entdeckt habe und einer der schönsten gesprochenen Zufälle der Welt: „Gut gegen Nordwind“. Dieses Hörbuch, in vier Stunden gelesen von Christian Berkel und Andrea Sawatzki, erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die sich zufällig per E-Mail kennenlernen, sich austauschen, sich gegenseitig Geschichten erzählen und immer mehr zusammenwachsen und zueinanderfinden. Es ist ein Hörbuch, das perfekt für die Zeit von #socialdistancing ist, denn es zeigt, dass man einem geliebten Menschen auch auf andere Weise nah sein kann, als „nur“ in der echten Begegnung. Und wer danach noch nicht genug hat – es gibt auch eine Fortsetzung! Eine mitreißende Geschichte, tolle Sprecherstimmen: meine Herzensempfehlung.

Arno Strobel – Offline (2019)

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Und damit es euch zuhause nicht zu langweilig wird, kommt hier noch eine Psycho-Thriller Empfehlung: Bei „Offline“, gelesen von Herbert Schäfer, dreht sich alles um das heutige Trend-Thema „Digital Detox“. Neun Stunden lang wird hier fesselnd und brutal dargestellt, wie es einer Gruppe vermeintlich Fremder hoch oben in den Bergen zum Verhängnis wird, nicht erreichbar zu sein – ohne Smartphone, ohne Telefon und auch ohne Internet. Obwohl die Geschichte dieses Hörbuchs an sich keine neue ist, wird sie dennoch packend erzählt und lädt zum Miträtseln ein. Eine abgedrehte Geschichte kombiniert mit dem Phänomen, immer erreichbar sein zu wollen: Gänsehaut pur.

Romy Hausmann – Liebes Kind (2019)

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Romy Hausmanns gesprochenes Thriller-Debüt hat mich von Anfang an gepackt: Hier fiel es mir sehr schwer, zwischendurch mal die Pausetaste zu drücken und mich wieder anderen, realen, Dingen zu widmen. „Liebes Kind“ erzählt in 12 Stunden eine Thrillergeschichte, die mit allen Wassern gewaschen ist und alles beinhaltet, was einen fesselt und nicht mehr loslässt: eine Entführung, eine Hütte im Wald, eine Familie und eine Flucht. Leonie Landa, Ulrike Tscharre und Heikko Deutschmann lesen diese schaurige Geschichte in einer so spannenden Tonlage, die den Nervenkitzel bei mir hochtreibt und die unterschiedlichsten Situationen unglaublich realistisch und atmosphärisch darstellt. Grandioses Thriller-Debüt mit Stimmen, die 100%ig zur Geschichte passen: Herzrasen garantiert.

Diana Gabaldon – Outlander (2006)

Wer zurzeit großes Fernweh hat und auch von einer Zeitreise nicht abgeneigt wäre, sollte sich diesem Hörbuch widmen: „Outlander“. Ich habe es im Englischen, gelesen von Davina Porter, gehört – und diese ruhige, aber trotzdem fesselnde, Stimme passte perfekt zu der mystischen Stimmung Schottlands im 18. Jahrhundert. In über 30 Stunden konnte ich in eine andere Welt eintauchen, die geprägt ist von Zufällen, Mythen, Liebesgeschichten, Schwertkämpfen und den schottischen Highlands. Ich habe mich wirklich gefühlt, als wäre ich woanders, sowohl räumlich als auch zeitlich. „Outlander“ erzählt in mehreren Hörbüchern eine spannende Geschichte weit weg von der heutigen Zeit und ist, gerade deshalb, perfekt für Zeit der Selbstisolation zuhause in den eigenen vier Wänden. Hilft gegen Fernweh und ist super für Schottland-Fans: Toller Fantasy-Roman!

J.K. Rowling – Harry Potter und der Stein der Weisen (1997)

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Wer kennt und liebt es nicht? Die Harry Potter Reihe! Damals als Kind habe ich schon die Welt rund um den jungen Zauberer vergöttert – und auch heute packt mich dieses 10-Stunden-Hörbuch und auch die anderen Bände immer wieder. Sprecher Rufus Beck zieht einen mit seiner grandiosen Erzählstimme regelrecht hinein in die Welt von Hogwarts, Muggel, Besen und Zauberstäben und berichtet von einem Jungen, dessen Welt ab seinem elften Geburtstag völlig verändert. Wer es bis heute noch nicht gehört hat und immer dachte, dass Harry Potter „doch nur für Kinder ist“, sollte Harry und seinen Freunden definitiv in Zeiten wie diesen eine Change geben. Auch die englische Fassung, gelesen von Stephen Fry, ist eine absolute Empfehlung. Ein Klassiker, der bis heute die Hörer in seinen Bann zieht: Auf nach Hogwarts!

Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr (2013)

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Dass das Leben voller Überraschungen steckt und es meist eh immer anders kommt, als man denkt, beweist auch das Hörbuch „Ein ganzes halbes Jahr“. Ich habe es geliebt – die Geschichte, im Deutschen gelesen von Luise Helm, Ulrike Hübschmann und Reinhard Kuhnert, beschäftigt sich mit der Frage, wann ein Leben lebenswert ist und was eigentlich alles so dazugehört. Dieses rund fünfzehn Stunden lange Hörbuch rund um die aufgeweckte Lou und den Tetraplegiker Will lässt einen laut lachen aber auch die ein oder andere Träne verdrücken, genauso wie im echten Leben auch. Auch hier lohnen sich die Forsetzungen! Eine emotionale Erzählung über Liebe, Verlust, Mut und Freundschaft: ganz große Gefühle beim Hören.

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Und zum Abschluss wird es noch einmal spannend mit einem fesselnden Hörgenuss: „Die Suche“, gelesen von Claudia Michelsen, erzählt die Geschichte von drei verschwundenen Mädchen in den Hochmooren Nordenglands und einer Spur, die viele Jahre zurückreicht. Der Tenor dabei: Man sollte immer vorsichtig sein. Bei diesem Krimi-Hörbuch ist es mir auch besonders schwergefallen, die Kopfhörer mal aus den Ohren zu nehmen – Claudia Michelsen ist eine tolle Sprecherin, die einen über 18 Stunden puren Nervenkitzel bei der Polizei in Scarborough begleitet. Hiermit vergeht die Zeit zuhause definitiv zu schnell und ehe man sich versieht, ist der Fall bereits aufgeklärt. Spannend bis zum letzten Satz – Charlotte Link verspricht immer gute Unterhaltung!

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Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Jaci

In Köln habe ich mich vor langer Zeit verliebt – und bin von der Domstadt immer noch so begeistert, wie am ersten Tag. Ich liebe es in Ehrenfeld zuhause zu sein, aber auch andere Veedel meiner Wahlheimat zu entdecken. Über Flohmärkte schlendern, Indie-Konzerte genießen oder in der Sonne Tee trinken machen mein Köln-Feeling aus.