femade Onlineshop aus Köln

femade Onlineshop aus KölnMade by women

Ein herrliches Abendessen im Kölner Restaurant Tanica. Ein großartiger Weissburgunder mit einem auffälligen Design: ein Damenschuh. Hoppla, ein Wein von einer Winzerin produziert? Schnell hatten sie ein Ziel vor Augen: Auf Entdeckungsreise gehen. Entdecken, wo Frauen als Produzentinnen von Genuss-Artikeln arbeiten. Frauen, die ihre Leidenschaft zu ihrer Existenzgrundlage machen. Dieser Wein war der Urknall. Er war der Start der 12-monatigen Reise auf der Suche nach Produkten von Frauen. Die Mitbringsel der Reise haben sie aud femade.de zusammengetragen. Und sie reisen weiter: Weil sie noch viele weitere Produzentinnen kennenlernen und in die Welt tragen wollen. Im Interview Erzählt uns Geschäftsführerin Claudia Rinne einiges spannendes rund um das besondere Kölner Start Up!

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Ein liebevoller Shop ist entstanden! © femade

Frage:
Ihr habt aktuell über 30 starke Produzentinnen gewonnen, die ihre Produkte über femade.de vertreiben. Wie haben die Produzentinnen auf eure Initiative reagiert?
Claudia Rinne:

Super positiv. Wir haben bei unseren Erst-Telefonaten immer ganz neutral, ohne das Thema Femade als von Frauen gemacht begonnen. „Wir machen einen neuen Online-Shop im Bereich Essen und Trinken auf und haben spannende Produkte gesucht und haben dich gefunden!“. Da haben sich die meisten schon sehr gefreut. Als wir dann mit unserer gemeinsamen Klammer, von Frauen gemacht, rausgerückt sind, waren 99 % spontan begeistert „Geile Idee“ „Super“. Und dieses tolle Feedback hat uns natürlich mehr und mehr bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein. Und die 30 Start-Femades sind ja auch erst der Anfang. Wir haben noch viel mehr gefunden und jede Woche kommen neue dazu.

Frage:
Ihr gründet gerade einen Verein, um Produzentinnen finanziell bei Ihren Unternehmen zu unterstützen. Was genau können wir uns darunter vorstellen?
Claudia Rinne:

Wir konzipieren aktuell den Femade e.V. und wollen diesen sehr schnell gründen. In den Vorstand des e.V. kommen nur Menschen, die nicht für Femade arbeiten. Dieser unabhängige e.V. wird die eingesammelten Gelder für die Unterstützung der Produzentinnen verwalten und dann zum Beispiel für einen Workshop oder ein Seminar freigeben. Sobald der e.V steht, werden wir Teile unserer Umsätze an den e.V. abgeben und wir können zusätzlich Spenden sammeln.

Frage:
Ist die Femade Hilfsinitiative auch von den Produzentinnen inspiriert worden?
Claudia Rinne:

Ich glaube, wir haben einfach gut zugehört, was die einzelnen Femades für Probleme beschrieben haben. Zum Beispiel haben wir schon in der Aufbauphase des Shops einigen helfen können, sei es in dem wir sie connected haben, damit sie ihre Kapazitäten in der Küche erweitern können. Oder wir konnten ihren eigenen Einkauf durch einen preiswerteren Flaschen-Rohling verbessern. Oder Tipps geben, wie man effizienter vakuumiert. So entstand auch die Idee zur Lichtung der Löwinnen, außerdem wollen wir in Zukunft gezielt Fort- und Weiterbildung anbieten.

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Claudia Rinne von femade © femade

Frage:
Frauen brauchen also trotz Top-Ausbildung und Expertise eine eigene Art der Unterstützung. Was ist das ambitionierteste Ziel dieser Initiative?
Antwort:

Unterstützung ist in meinen Augen keine Geschlechterfrage. Wenn man sein Business aufbaut, kann man immer Hilfe gebrauchen, in welcher Art auch immer. Deshalb halten wir die Bildung eines guten Netzwerkes für essentiell. Wir konnten unterstützen, weil wir schon ein gutes Netzwerk haben. Also bauen wir das Netzwerk der Femades untereinander auf, so dass alle voneinander profitieren werden. Allein der Umstand, dass die Femades mit größeren InstaFollower-Zahlen den „kleineren“ indirekt helfen, ist doch schon ein Gewinn. Später soll dieses Netzwerk erweitert werden und sämtliche Bereiche abdecken.

Frage:
Bei femade ist sehr viel Food im Angebot. Hat es damit zu tun, dass Frauen so Wert auf ihre gegebenen Qualitäten legen? Frauen als Ernährerinnen?
Antwort:

Auf jeden Fall! Frauen wollen ja nicht nur ihre Kinder gesund ernähren, sondern alle, die sie lieben. Alle unsere Femades produzieren durchdachte Produkte, lassen keinen Stein auf dem anderen und akzeptieren keine Das-Muss-Sos. Ich erzähle mal etwas aus der Rubrik „purer Zufall“: An einem bestimmten Punkt haben wir uns alle Food-Produkte übergreifend angeschaut und festgestellt: Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Antioxidantien, Säureregulatoren, Süßungsmittel, Emulgatoren, Geschmacksverstärker ... alle Produkte der Femades sind frei von diesen Stoffen. Und wir haben ja nicht gezielt danach gesucht. Das ist der Anspruch: etwas Gutes auf dem Teller haben.

Frage:
Würde femade.de auch Tech-Produkte von Frauen aufnehmen – ein Fachbereich, der auf den ersten Blick so supermännlich erscheint, aber gar nicht ist?
Antwort:

Wir haben schon viele Bereiche im Auge, auf die wir erweitern wollen, aber diesen Bereich noch nicht. Da siehst du mal, wie traditionell auch wir manchmal denken.

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Redaktion