Gebt das Konfetti frei!

Gebt das Konfetti frei!Die Hämergassen Ultras für ein buntes Karneval

Karneval ist bunt und Wild! Für viele Jecken gehört da natürlich auch eine kräftige Portion Konfetti dazu. Doch gerade haben die ersten Säle im Karneval ein Konfettiverbot verhängt!
Die Jungs der Hämergassen Ultras setzten sich jetzt auf sympatische Art und Weise für den Erhalt des Konfettis im Karneval ein. Im Interview verraten sie uns was Konfetti und Karneval für sie bedeutet und was sie gegen das Konfettiverbot machen!

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© Hämergassen Ultras

Geheimtipp Köln:
Wie ist es zu der Leidenschaft für Konfetti und Karneval gekommen?
Hämergassen Ultras:

Wir hatten das große Glück in den Karneval hineingeboren worden zu sein. Unsere Eltern und deren Eltern waren (und sind!) immer schon im Karneval aktiv unterwegs. Bereits als kleine Pänz haben wir jedes Jahr den Rosenmontagszug in der Hämergasse geschaut und uns über das bunte Treiben gefreut. Das absolute Highlight am Rosenmontag: Konfetti vom Balkon der Oma zu werfen. Unsere Oma war alles andere als begeistert, konnte aber die Leidenschaft für Konfetti nicht verhindern. So nahm das Ganze seinen Lauf: Einmal Jeck – immer Jeck.

Geheimtipp Köln:
Was bedeutet für euch das bunte Vergnügen in der Karnevalszeit?
Hämergassen Ultras:

Dem Alltag entfliehen und mit Freunden und Bekannten den Moment genießen. Auch mal über sich selbst lachen und nicht alles zu ernst nehmen.

Geheimtipp Köln:
Welche Einschränkungen gibt es bereits für Konfettifreunde im Kölner Karneval?
Hämergassen Ultras:
Oft bekommt man hier und da in Kneipen oder Lokalen einen bösen Blick zugeworfen wenn man zu viel Konfetti schmeißt. 
In dieser Session ist nun das offizielle Konfettiverbot auf den Bühnen in den großen Sälen angekommen.
Wir hoffen, dass Veranstaltungen  wie z.B. der „Konfetti-Ball“ und das rege Konfettiwerfen von Kölschen Bands als fester Showact im Programm zur Unterstützung Ihrer Lieder und guten Stimmung, das Konfettiverbot überleben.
Geheimtipp Köln:
Wann und mit wie vielen habt ihr die Hämergassen Ultras gegründet?
Hämergassen Ultras:

2012 haben wir, Felix und Max, die die Hämergassen Ultras gegründet, aus einem bestehenden Familien- und Freundeskreis, die schon mehrere Jahre zusammen den Rosenmontagszug in der Hämergasse geschaut haben. Der Name ist in dem Moment entstanden, wo der Rosenmontagszug das erste Mal nicht mehr durch die Hämergasse ging. Er steht für die Erinnerung an die vielen schönen bunten Stunden in der Hämergasse und  als Zusicherung, dass das gemeinsame Feiern und die Gemeinschaft niemals aufhören werden.

Geheimtipp Köln:
Was sind eure Ideen um ein Konfettiverbot in allen Bereichern des Karnevals zu umgehen?
Hämergassen Ultras:
„…in allen Bereichen zu umgehen“ klingt so aufrührerisch. Wir respektieren das Konfettiverbot schon, versuchen trotzdem mit Humor und Freude den Menschen die Angst und den Ärger vor Konfetti zunehmen. 
Unsere Message: Konfettiwerfen ist kein Verbrechen. Ideen hierfür sind die Verbreitung unserer Pins und Aufkleber, sowie Sprüche und Posts auf unserem Social Media Kanal. Konfetti macht das Leben einfach bunter. Und wenn wir mal ehrlich sind verspürt doch jeder etwas Spass dabei eine Hand voll Konfetti zu werfen oder eine Konfettikanone abzufeuern. 
Geheimtipp Köln:
Wie würde der Rosenmontagszug aussehen, wenn ihr ab jetzt die Planung des Rosenmontagszuges übernehmen dürftet?
Hämergassen Ultras:
Das Festkomitee hat den Umzug schon gut im Griff und wir haben jedes Jahr eine Menge Spaß. Es würde sich also grundsätzlich nicht viel ändern, außer das jede Gruppe mindestens eine halben Tonne Konfetti werfen sollte. Konfetti würde nicht für blaue Augen oder Platzwunden sorgen wie manch geworfene Kamelle.
Natürlich würden wir wieder versuchen den Rosenmontagszug durch die Hämergasse zu führen.
Außerdem sind wir für weniger Tribünen am Straßenrand und somit mehr Platz auf der Strasse für „private Feiern“ der Straßenkarnevalisten.
Geheimtipp Köln:
Wie geht es mit den Hämergassen Ultras weiter und was wollt ihr noch erreichen?
Hämergassen Ultras:

Es gibt keinen großen Geschäftsgedanken oder wilde Pläne die Masse zu erreichen. Wir haben nur ein Ziel: Die Verbreitung der Freude und Spaß am Konfettiwerfen. Dies nicht nur an Karneval, sondern über das ganze Jahr verteilt. Fragt mal Freunde und Bekannte wie in unserem Kreis Hochzeiten oder Geburtstage ablaufen. Sogar an Weihnachten sieht man manchmal den Boden unter dem ganzen Konfetti im Wohnzimmer nicht. Solange unsere Botschaft nicht erlischt haben wir gewonnen: Konfettiwerfen ist kein Verbrechen. In diesem Sinne: Bliev bunt!

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Mathes

Mathes ist einer der beiden Gründer von Geheimtipp Köln und ist immer auf Entdeckertour in Köln unterwegs. Er liebt die Kölner Veedel und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.