H wie Heimat

H wie HeimatKölner ABC

Köln ist die Hauptstadt der Herzen. Heute deshalb: zwei Orte, an denen unerwartet das Herz höherschlägt.

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Der Hauptbahnhof

Nur knapp 700 Meter entfernt liegt dafür das neue Tor zur Stadt Köln: der Hauptbahnhof. Der Bahnhof, der mit 11 Gleisen als Deutschlands Nadelör für ICEs bekannt ist und eines der liebevoll-genutztesten „Mankos“ hat, dass ein Bahnhof haben könnte: die Liebesschlösser an den Zäunen der Hohenzollernbrücke. Wer mit dem Zug oder zu Fuß die Hohenzollernbrücke überquert, dem springt nicht nur der Kölner Dom, sondern vor allem tausende kleine und bunte Vorhängeschlösser ins Auge: Verliebte Pärchen haben diese mit Name und Datum beschriftet und an dem Geländer der Brücke angebracht, um sich ewige Liebe und Treue zu schwören. Der Schlüssel wird traditionsgemäß gemeinsam in den Rhein geworfen, der sich direkt unter der Brücke seinen Weg bahnt.
Anfangs hatte die Deutsche Bahn entschieden, die zahlreichen Liebesbeweise zu entfernen weil sie die Brückenkonstruktion angeblich unnötig belasten. Mit dem Gegengewicht der Kölnerinnen und Kölner für ihre Liebesbeweise, hatte die Deutsche Bahn allerdings nicht gerechnet. Heute hat das Engagement der vielen Fans dazu geführt, dass die Schlösser hängen bleiben dürfen. Sie gehören untrennbar zum Stadtbild Kölns und werden als beliebte Sehenswürdigkeit von tausenden Touristen besucht.

Bahnhof, Köln

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Der Heumarkt

Wer hätte gedacht, dass der Heumarkt mal eine Insel war? Im Bereich von Heumarkt und Alter Markt lag während der Römerzeit die etwa 13 Meter tiefe Sohle eines Rheinarms, sodass sich dieser Teil auf einer etwa 1000 Meter langen Rheininsel befand. Der römische Hafen befand sich während der dieser Zeit etwa in Höhe des heutigen Kölner Rathauses. War es damals diese Hafen-Anbindung an den Rhein, die der Stadt Köln ihren wirtschaftlichen Erfolg bescherte, so werden auch heute noch die wegweisenden Entscheidungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt im Rathaus getroffen.
Der Rat der Stadt Köln und die Oberbürgermeisterin Henriette Reker geben für die Kommune Köln aktuell den Weg vor: Wie soll die Metropole im Herzen Europas sich entwickeln? Was spielt neben Digitalisierung, Klimaschutz und Globalisierung eine Rolle in Köln? Wie soll der Alltag in Köln aussehen?
Einmal im Jahr dürfen Rat, Verwaltung und Stadtoberhaupt sich von diesen Fragen zurückziehen und sich ein wenig erholen – dann übernimmt das Kölner Dreigestirn die „Regentschaft über die Stadt“ und den Kölner Straßenkarneval. Die Eröffnung findet traditionell auf dem Heumarkt statt. Prinz, Bauer und Jungfrau übernehmen ab Altweiberdonnerstag für die jecken Tage. Das tun sie im Übrigen gleich neben einem Reiterdenkmal für Kaiser Friedrich Wilhelm den III, das dort erstmalig in 1855 erbaut wurde. Eine Pappnase trägt der Kaiser an den Karnevalstagen nicht – mehr Informationen zum Denkmal findet ihr HIER.

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Ida

Ida wohnt in Köln Klettenberg und liebt diese Stadt für ihre Herzlichkeit. Sie schreibt Bücher unter dem Pseudonym Ida Universum, um damit Aufmerksamkeit zu erregen, denn sie weiß: wer schreibt, der bleibt. Hoffentlich in den Köpfen und Herzen der Menschen.