Hasch mich, ich bin der Frühling

Hasch mich, ich bin der FrühlingKöln startet den legalen Verkauf von Marihuana

Was schon seit langer Zeit durch die Medien geistert, bekommt nun langsam ein Gesicht. Cannabis soll in Deutschland für den privaten Gebrauch legalisiert werden. Bislang sind Anbau, Handel, Kauf und Besitz der Pflanzen illegal. Doch wie gefährlich ist Kiffen als Privatvergnügen und kann durch die Legalisierung der illegale Handel mit Drogen eingedämmt werden?

Köln als Grüne-Testzone

Um den offenen Fragen Herr zu werden, erfordert es natürlich einige Studien und Testphasen. Und eben eine solche wird ab jetzt in Köln durchgeführt. Eine extra dafür angelegte Studie der Uni-Klinik in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Gesundheit und Freizeit soll Aufschluss bringen.
Bislang geht die allgemeine Diskussion hauptsächlich um die Legalisierung für kranke Menschen zu medizinischen Zwecken - doch erhofftes Ziel ist es, durch eine streng regulierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken, letztendlich auch Schutz und Prävention für Minderjährige zu schaffen.
Die Studie wird in einer ersten Testphase im Bezirk Neustadt Süd – genauer gesagt im Belgischen Viertel – durchgeführt und analysiert. Der Start der Testphase und die dazu gehörigen Auflagen treten ab heute in Kraft. Doch bevor jetzt alle fröhlich drauflos kiffen, gelten auch bei diesem Beschluss ein paar wichtige Regeln! 

Die erste Kifferzone Kölns

Was jetzt legal ist

  • Innerhalb des Belgischen Viertels dürfen Volljährige Marihuana in der Öffentlichkeit und im Eigenheim legal konsumieren.

  • Es ist legal, eine Menge von bis zu 15 Gramm innerhalb der Zone bei sich zu tragen.

  • Anwohner der Zone dürfen bis zu 10 Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.

  • Für den gewerblichen Gebrauch muss eine Lizenz erworben werden.

Legalisierter Bereich

„Das Betäubungsmittelgesetz habe sein Ziel, den Konsum zu verhindern, "klar verfehlt", eine Freigabe erleichtere die Prävention.“

Heribert Marks Institut für Gesellschaft

Highmachenreuther – Kölns erster Coffeshop!

Nach mehreren Umfragen und Petition zu dem Thema – für das sich ganz besonders die aktive Alt-68er-Szene aus der Südstadt stark gemacht hat – startet zunächst eine neunmonatige Testphase im Belgischen Viertel.
Ausschlaggebend hierfür war die örtliche Infrastruktur. Neben des gut absteckbaren Gebietes, war ein weiteres ausschlaggebendes Argument die sowieso vorhandene Zielgruppe.
Stand unserer Informationen wird der Brüssler Platz zur ersten Kifferzone Kölns erklärt. Ein weiterer Nutzen des Projektes stellt die angeheizte Situation am Brüsseler Platz dar. So erhoffen sich die Anwohner vom erlaubten Cannabiskosum eine Umstrukturierung des Nachtlebens. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zielgruppe von lauten Bierkonsumenten hin zu einer entspannten Atmosphäre und einem geselligen Miteinander entwickelt.
Natürlich wird es nicht an jedem Kiosk Gras zu kaufen geben. Die Stadt plant mit einem holländischen Investor zusammen das ehemalige Hallmackenreuther – Herzstück des Belgischen Viertels - als ersten legalen Coffeeshop zu eröffnen. Die vorhandene Einrichtung soll vom ehemaligen Inhaber übernommen werden und unter dem neuen Namen Highmachenreuther neu eröffnet werden.

Wirtschaftlicher Nutzen und Zukunftspläne?

Neben dem Präventivnutzen der Kampagne erhofft sich die Stadt auch wirtschaftliche Zugewinne. Durch die Vorfälle in der Silvesternacht und die negativen Schlagzeilen um den 11.11. hat die Stadt große Löcher in der Haushaltskasse zu beklagen. Durch die Lockerung des Gesetzes soll dieses Loch nun gestopft werden.
Außerdem sind einige Kooperationen mit Wirtschaftszweigen aus der „Kiffer-Industrie“ geplant. So plant der französische Hersteller OCB eine eigens für Köln gestaltete Longpapervariante auf den Markt zu bringen.
Sollte die Testphase gut anlaufen, so ist eine Ausweitung des Testgebietes zunächst auf das Rathenauviertel, sowie dem Friedenspark in der Südstadt geplant.
Gerade die vorherrschenden Verhältnisse am Rathenauplatz sollen durch die kontrollierte Abgabe von Marihuana in den Griff bekommen werden. Mehrere Lokale im Kwartier Latäng, sowie in der Südstadt zeigen großes Interesse an dem Konzept der Stadt und hoffen auf eine der wenigen Lizenzen für den legalen Grasverkauf.

Es bleibt spannend

Wir bleiben gespannt wie die Testphase der Legalisierung vom Kölner Publikum und der Politik angenommen wird und halten euch natürlich über weitere Schritte auf dem Laufenden.
In diesem Sinne lehnen wir uns entspannt zurück und betrachten das weitere Treiben mit einem BREITEM Lächeln.

April April!

Bis es endlich so weit ist, dass das Hanf frei gegebene wird, dauert es wohl noch ein bisschen!
Wir halten euch aber weiterhin über die Entwicklung der Diskussion am laufenden!

Redaktion