Jahresrückblick 2018

Jahresrückblick 2018Das fanden wir dieses Jahr in Köln wirklich klasse!

Das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Gerade jetzt zu Weihnachten, wo man es sich mit den Liebsten zu Hause gemütlich macht, ist die Zeit der Rückbesinnung gekommen.
Ein Grund für uns, auch einmal im Gedankenstübchen zu kramen und zu schauen, was dieses Jahr alles Schönes und Bemerkenswertes in unserer geliebten Domstadt passiert ist. Im ersten Teil unseres Jahresrückblicks präsentieren wir euch deshalb zehn Highlights aus 2018:

Das allercoolste Büdchen der Welt

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© Geheimtipp

Es ist schon ein kleiner Menschenauflauf, der sich am Nachmittag des 29. März 2018 auf dem Gehweg vor der Merowingerstraße 73 in der Südstadt versammelt hat. Hier hatte in der letzten Woche eine so großartige Hilfsaktion stattgefunden, dass sie nicht nur uns Kölner begeistert, sondern auch die überregionale Presse angelockt hat.
Innerhalb weniger Tage haben die Nachbarn und Veedelsbewohner einen Kiosk und seine Besitzerin vor dem Aus gerettet, eine Rundumerneuerung ermöglicht und Starthilfe mit einem Konzept für die Zukunft des Büdchens gegeben.
Die 73-jährige Brigitte Schmitz, die ihren Kiosk in der Merowingerstraße seit 26 Jahren führt, wurde nach mehrmaliger ausbleibender Zahlung der Miete, der Mietvertrag für die Räumlichkeiten ihres Kiosks fristlos gekündigt. Durch eine Nachbarin und Freundin erfuhr der Pfarrer der Lutherkirche in der Südstadt, Hans Mörtter, von dem drohenden Ende des Büdchens, der seinerseits später nicht nur aus eigener Tasche Brigitte bei der Zahlung der Mietrückstände von über 6000€ mit unterstütze, sondern vor allem den Südstadtgastronom  und Vorsitzenden der KG Ponyhof, Daniel Rabe, um Mithilfe bat.
Dieser startete am Samstagmorgen einen Aufruf auf seiner Facebookseite und wandte sich an die Kölner um Brigittes Rausschmiss gemeinschaftlich zu verhindern und „das allercoolste Büdchen der Welt“ daraus zu machen. Und nach 24 Stunden war die SOS-Liste abgehakt und der Kiosk gerettet!

Der Jahrhundertsommer

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© Facebook

Das war doch mal wieder ein richtiger Sommer. Wenn man an das Jahr 2018 zurückdenkt, dann kommt einem ziemlich schnell viel blauer Himmel, Sonnenschein und Zeit im Grünen in den Sinn.
Denn das gab es dieses Jahr nämlich nicht zu knapp. Die Experten sprechen sogar vom Jahrhundertsommer! Und anzweifeln können wir das nicht.
Das hat sich natürlich auch im Kölner Stadtbild wiedergespiegelt. Badelatschen und Tanktops gehörten genauso selbstverständlich zum Stadtbild dazu, wie Sonnenhut und gut gebräunte Haut!
Am liebsten verbrachte wir Kölner unseren Sommer in den Freibädern oder an den Seen der Stadt. Hier tummelte sich jeder, der gerade Zeit hatte, das Wetter in vollen Zügen zu genießen. Abkühlung gab es auch an dem wiederbelebten Brunnen auf den Ebertplatz. Hier wurden einige wunderbare Wasserschlachten bestritten.
Gerade jetzt, wo die Tage kürzer und vor allem dunkler sind, denken wir voller Demut an die heißen Tage des Sommers zurück und fragen uns: „Wer braucht da eigentlich noch die Seychellen?!“

Der „Kölsche Jung“ hat Hunger

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© Mangal | Facebook

Es ist schon wirklich ein Phänomen, wenn man sich die Karriere des Lukas Podolskis anschaut. Egal was er macht, egal wo er es macht, der Sympathieträger wird weltweit von allen geliebt und gefeiert.
Und so ist es auch kein Wunder, dass die Eröffnung seiner 1. Döner-Bude im Januar, in der Kölner Südstadt, bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Die Eröffnung des „Döner-To-Go“-Ladens auf der Bonner Straße war schon etwas skurril, aber schaut man sich Poldis Werdegang an, wird einem schnell sein Liebe zur türkischen Kulinarik auffallen, und das auch nicht erst seit seinem Wechsel damals zu Galata. Mittlerweile gehört Poldis Döner (und auch sein zweiter Laden) fest zum Kölner Stadtbild und man mag es kaum glauben, das Köln erst seit einem Jahr um eine weitere Poldi-Attraktion reicher ist!

Erstklassig in die Zweite

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Na gut, nach dem tollen Europajahr und dem Kölner Einzug in London im vergangenen Jahr, tat der Abstieg schon ziemlich weh. Auch wenn es zum Saisonende noch einmal ein wenig spannender wurde – wer hätte das nach der Hinrunde gedacht – war der Abstieg doch ziemlich schnell besiegelt.
Doch was dann passierte, kann so nur in Köln passieren - denn egal ob Timo Horn, Marcell Risse oder Nationalspieler Jonas Hector, alle hielten sie ihrem Eff Zeh die Treue und gingen mit ins Unterhaus.
Das Zeichen was die Mannschaft setze, sorgte in der ganzen Republik für Bewunderung und Respekt und war und ist ein tolles Symbol und Statement in der durchkommerzialisierten Fußballwelt von heute. Und so steht auch in der zweiten Liga die rote Wand hinter ihrem Verein und feuert mit 50.000 Kölnern ihren Karnevalsverein kompromisslos auch gegen Sandhausen  an. FC – in diesem Fall wirklich spürbar anders.

Der Summer Hot Spot

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Nach langer Diskussion um die Zukunft des Ebertplatzes, fand sich 2018 endlich eine vielversprechende Lösung für den "Schandfleck" im Kölner Norden.  Nachdem die Idee einer Tiefgarage bereits 2017 verworfen wurde, gründete sich dieses Jahr eine Bürgerinitiative, die gemeinsam mit der Stadt Köln Konzepte erarbeitete, um den Ebertplatz wieder zu einem beliebten und belebten Ort zu machen. Ein erster erfolgreicher Schritt war die Erweckung des Brunnens aus seinem 20 jährigen Dornröschenschlaf. Auch die Idee einer Eislaufbahn war ein voller Erfolg. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte zur Eröffnung der Bahn: „Nachdem wir im Sommer den Brunnen wieder zum Sprudeln gebracht haben, sollten die Kinder auch im Winter ihren Spaß haben.“ Wir sagen: "Weiter so!!!"

Kölsch, Kippa, Lederjacke

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Unter dem Motto "Kippa Colonia" versammelten sich im April 2018 hunderte Menschen vor dem Kölner Dom, um Stellung gegen jegliche Form von Antisemitismus zu beziehen. Als Zeichen der Solidarität trugen die Demonstranten Kippot, die traditionelle Kopfbedeckung religiöser jüdischer Männer. Zu der Aktion aufgerufen hatte der Kölner Schauspieler und Künstler Gerd Buurmann. Kurz zuvor hatte der Zentralrat der Juden als Reaktion auf antisemitisch motivierte Gewalttaten in Berlin vor dem öffentlichen Kippatragen gewarnt. Dem Aufruf Buurmanns folgend setzte Köln mit der Kippa-Soli-Aktion ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und Intoleranz.

Gemeinsam gegen den Müll

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© Facebook

Durch die extreme Hitze hat der Sommer in Köln viel Müll und Schrott an das Tageslicht gebracht, das konnte man besonders am und im Rhein sehen.
Ob Grillreste oder Rostfahräder, im Rhein kam so einiges zu Tage und der viele Müll war wirklich nicht zu übersehen.
Leider kam die Müllabfuhr dem plötzlich erschienen Müllaufkommen nicht mehr nach. Die Kölner hatten aber so gar keine Lust zu warten bis endlich mal geklärt wurde, wer und vor allem wann der Müll beseitigt werden sollte und ergriffen kurzer Hand Eigeninitiative. So organisierten Vereine und Gruppen viele Aufräumaktionen am Rhein. Dabei gab es teilweise riesige Aktionen, wie zum Beispiel der „Rhine Clean Up“, wo Massenweise Müll aus dem Rhein geholt wurde. Aber auch kleine Grüppchen trafen sich spontan um vom Kronkorken bis zur Blechdose alles mitzunehmen was nicht an den Rhein gehört und leisteten somit auch ihren Beitrag. Für uns waren die Kölner Aufräumer ein wirkliches Highlight 2018!

Köln kann nachhaltig

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© Tag des guten Lebens

Das sich der Kölner viele Gedanken um die Umwelt macht, konnten wir 2018 an allen Ecken und Enden beobachten. Angetrieben von der spürbaren Erderwärmung, fingen viele Kölner an umzudenken. Ob Hambacher Forst oder Diesel-Gate, den Kölnern scheint’s zu reichen und so wird gehandelt.
So gibt es mittlerweile beispielsweise fünf Unverpackt-Läden in Köln, die beweisen das der ganze Plastikmüll gar nicht notwendig ist. Notwendig ist definitiv auch nicht immer das Auto, was dieses Jahr der „Tag des guten Lebens“ wieder eindrucksvoll bewiesen hat. Einen ganzen Sonntag lang konnten wir das Agnesviertel und den Eigelstein ohne Autos genießen. Wirklich eine klasse Aktion.
Und klasse Aktionen für einen besseren Umgang mit unserer Umwelt gab es dieses Jahr wirklich viele - ob Aktionen für mehr Fahrradwege oder Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung, Köln ist und war auch 2018 ein guter Ort für nachhaltige Ideen.

Radautobahn

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Es war ein gutes Jahr für Radfahrer in Köln. Nachdem die geplante Umgestaltung der Ringe lange Zeit nur zögerlich voranging, startete 2018 das langersehnte Pilotprojekt "Ring frei". Nachdem im Juni zunächst der Theodor-Heuss-Ring fahrradfreundlich umgestaltet und um einen Schutzstreifen für Radfahrer erweitert wurde, gibt es seit Oktober auch zwischen Zülpicher Platz und Lindenstraße eine Autospur weniger und einen Fahrradstreifen mehr. Die Höchstgeschwindigkeit für den Straßenverkehr wurde auf beiden Ringabschnitten auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt. So kann es 2019 mit der Radverkehrsförderung weitergehen! Immerhin gibt es in Köln doppelt so viele Fahrräder wie zugelassene PKWs.

Aye Aye Herr Kapitän

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Nicht nur, dass der erste deutsche Kommandant der ISS aus Köln stammt, er teilte dies auch Allen mit. Denn am 11.11. um 11:11 Uhr dieses Jahres, am Tag des Karnevals, postete er aus der Internationalen Raumstation ISS ein Foto Kölns auf Twitter und schrieb: „Gruß nach Hause! Wer findet sein Haus?“ Natürlich samt Hashtag #Köln und #HomeIsWhereTheDomIs, und das aus 408 Kilometer Entfernung zur Erde. Inzwischen ist er wieder auf unserem Planeten gelandet. Pause gibt es aber für den Kölner nicht, denn es stehen eine Menge wissenschaftlicher Experimente an, bevor es demnächst vielleicht für den ersten Kölner auf den Mond geht.

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Redaktion