Kölner Kaffeemanufaktur

Kölner KaffeemanufakturSpitzenkaffee aus Lindenthal

Dass sich in der Kölner Kaffeemanufaktur auf der Dürener Straße alles um das Thema Genuss dreht, wird spätestens dann klar, wenn man an einem kühlen Herbsttag die Tür aufstößt, und einem die unwiderstehlichen Aromen von frisch gemahlenem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen entgegenschlagen. Wir haben uns mit Gründer Georg Hempsch auf einen Cappuccino getroffen und ausgiebig über guten Kaffee, Rösthandwerk und Kölle geplaudert.

Kölner Kaffeemanufaktur Trommelröster Kaffeerösterei Kaffeebohnen

Inhaber Georg Hempsch am Trömmelröster © Kölner Kaffeemanufaktur

Handwerk, Qualität und Heimat

Die Idee, eine eigene Kaffeerösterei zu gründen, kam Georg vor fünf Jahren während einer beruflichen Auszeit in Südafrika. Statt in seinen alten Job im Marketing zurückzukehren, wagte der studierte Diplomkaufman und ausgebildete Weinsommelier gemeinsam mit seiner Frau Meike den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete im September 2015 die Kölner Kaffeemanufaktur. Eine Entscheidung, die die beiden bis heute nicht bereut haben. Im Gegenteil. Die Kaffeemarke mit den charakteristischen Domspitzen im Logo ist mittlerweile bis über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und räumt regelmäßig verschiedenste Preise ab. Auf die Frage, was seinen Kaffee so besonders macht, hat Georg eine eindeutige Antwort: Handwerk, Qualität und Heimat. Beim Blick durch das Café wird schnell klar, was damit gemeint ist. Das Herz der Kölner Kaffeemanufaktur, der Probat Trommelröster, steht nicht irgendwo versteckt im Hinterzimmer, sondern mitten im Raum. "Die Leute", so Georg, "sollen sehen, was verarbeitet wird und wie es verarbeitet wird".  Dass es beim Rösten durchaus mal etwas lauter werden kann, gehört eben dazu und ist Teil des Charmes. Und wer wissen möchte, woher die Bohnen im Röster stammen, muss den Blick lediglich ein wenig durch das Lokal schweifen lassen. Auch die Rohkaffeesäcke lagern gut sichtbar im Verkaufsraum.

Probat Kaffeeröster Trommelröster Kölner Kaffeemanufaktur Kaffeebohnen Rohkaffee

Der Trommelröster ist das Herz der Kölner Kaffeemanufaktur und steht mitten im Café in Lindenthal. © Celina Albertz

Köln in der DNA

Glaubt man Georg, so trägt die Kölner Kaffeemanufaktur die Domstadt nicht nur im Namen, sondern gewissermaßen in der DNA. Regionalität und Heimatverbundenheit sind dem Chef und seinem Team extrem wichtig. Das zeigt sich vor allem im Detail. Die Bestseller unter den hauseigenen Kaffeeröstungen tragen Namen wie "Veedelskaffee", "Kölscher Milchkaffee" oder "Dicker Pitter". Letzterer, ein kräftiger Espresso, kann in seiner Intensität durchaus mit der größten Glocke im Kölner Dom mithalten und macht garantiert wach. Über die Zeit hat Georg außerdem ein zuverlässiges Netz an regionalen Partnern aufgebaut. Die Milch für Cappuccino und co. wird zwei mal die Woche frisch vom Bauern angeliefert und auch die Kaltgetränke stammen nicht etwa von Coca-Cola, sondern von lokalen Unternehmen wie der Sünner Brauerei und der Bergischen Waldquelle. Wer zum Kaffee gerne nascht, findet auf der angenehm übersichtlichen Speisekarte neben hausgemachtem Zitronen-, Nuss- und Käsekuchen auch noch leckeres Mandelgebäck. Letzteres stammt - wie sollte es anders sein - von einem italienischen Bäcker in der Stadt. Für das authentisch kölsche Feeling können hungrige Gäste außerdem eine Variante des berühmten Halven Hahns mit selbstgemachtem Vollkornbrot und regionalem Käse bestellen.

In unserer globalisierten Welt, wollen wir bewusst ein Stück Heimat sein.

Georg Hempsch

Kölner Kaffeemanufaktur Kuchen Zitronenkuchen Nusskuchen Mandelgebäck Lindenthal Café

Zum Kaffee gibt es hausgemachte Kuchen und leckeres italienisches Mandelgebäck. © Celina Albertz

Kaffee für Genießer

Je nach Sorte und geographischer Herkunft bringen Kaffeebohnen die unterschiedlichen Aromen mit. Die Aufgabe eines guten Rösters ist es, diese verschiedenen geschmacklichen Nuancen durch den Röstvorgang regelrecht "herauszukitzeln" und zu betonen. Georg und sein Team beherrschen dieses Handwerk meisterlich. Die verschiedenen, qualitativ hochwertigen Rohkaffeesorten aus Lateinamerika, Afrika und Asien werden langsam und in kleinen Chargen geröstet. Die schonende Verarbeitung gibt dem Kaffee viel Zeit sein volles Aroma zu entfalten und Reizstoffe abzubauen, so dass jede Röstung am Ende einen unverwechselbaren runden Charakter erhält. Bei den Verkostungswettbewerben der Deutschen Röstergilde räumen die Produkte der Kölner Kaffeemanufaktur deshalb regelmäßig Gold- und Silbermedaillen ab. Zu den Gold-Preisträgern gehören unter anderem die Espresso Sorten "Dicker Pitter" und "Torino". Ebenfalls ausgezeichnet wurden die beliebten Röstungen "Veedelskaffee" und "Colombia", die sich hervorragend für die Zubereitung mit Filter oder Stempelkanne eignen. Wer sich im Übrigen noch unsicher ist, wo die eigenen geschmacklichen Vorlieben liegen, sollte unbedingt im Café auf der Dürener vorbeischauen. Alle Kaffeesorten und Zubereitungsempfehlungen können vor Ort bestellt und probiert werden - egal ob Siebträger, French Press oder Handaufguss.

Geballte Kaffeekompetenz

Die Kölner Kaffeemanufaktur ist weniger eine Rösterei mit angeschlossenem Café als viel mehr eine Art Kaffee-Kompetenzzentrum. Neben frisch zubereiteten Kaffeespezialitäten gibt es auf der Dürener Straße auch gleich noch das entsprechende Equipment für den Heimgebrauch zu kaufen - von der Kaffeemühle, über den Handfilter bis hin zur Stempelkanne. Die fachkundige Beratung ist natürlich immer inklusive. Hinzu kommt ein buntes Potpourri an Dingen, die den Kaffeegenuss in irgendeiner Form unterstützen: Bücher, feine Schokolade, leckere Konfitüre und sogar Kölner Honig. Wer noch auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk ist, wird hier garantiert fündig. Welcher Kaffee-Nerd freut sich schließlich nicht über eine gute Flache Wein mit zarten Espresso Aromen oder die Teilnahme an einer "Kaffee-Erlebnis-Tour". So nennt Inhaber Georg die Kurse, die er gemeinsam mit seiner Frau Meike anbietet. In kleinen Gruppen von acht bis zehn Personen lernen die Teilnehmer in drei Stunden (fast) alles Wissenswerte zum Thema Kaffeegenuss und dürfen dem Team exklusiv beim Rösten über die Schulter schauen.

  • Nachhaltigkeit

    Wer ein eigenes Behältnis für den Coffee to go oder die Kaffeebohnen/das Kaffeepulver mitbringt, wird mit einem Rabatt belohnt.

  • Wann hingehen?

    Vormittags wird im Laden geröstet - eine ganz besonderes Atmosphäre, aber auch laut. Nachmittags ist es stiller.

  • Unbedingt probieren!

    Chef Georg empfiehlt Cappuccino und Nusskuchen. Knaller Kombo für trübe Herbsttage und eigentlich immer.

  • Mit wem hingehen?

    Mit der besten Freundin, für den Kaffee zwischendurch oder mit dem Kaffee-Nerd im Freundeskreis zum Fachsimpeln.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der Kölner Kaffeemanufaktur entstanden.

Celina

Celina ist im Agnesviertel zu Hause. Ihr Herz schlägt für guten Kaffee, Plattenläden und Trödelmärkte. Am Wochenende findet man die gebürtige Hamburgerin meist auf Konzerten oder in einer der zahlreichen Kneipen ihrer Wahlheimat.