Lappen & Prengel

Lappen & PrengelKölns gläserne Metzgerei in der Markthalle im Belgischen Viertel

Heute möchten wir euch ein Unternehmen vorstellen und ans Herz legen, dass wir wirklich toll finden und von Anfang bis Ende für einen beispielhaften und wünschenswerten Umgang mit dem Lebewesen Tier steht!

© Lappen & Prengel

Die gläserne Metzgerei

Lappen sind fette Steaks, Prengel eine dicke Wurst. Dennoch hat das Fleisch von Mark Junglas und Marc Krömer von Lappen & Prengel absolut nichts gemeinsam mit dem normalen Supermarkt- und Discounter-Fleischtheken-Angebot. Das Unternehmen bezeichnet sich als „gläserne Metzgerei“ und verarbeitet nur Tiere aus artgerechter Haltung. Wir potentielle Kunden sollen den ganzen Prozess vom toten Tierkörper im Kühlhaus über die Verarbeitung bis zum Verkauf hinter der Glastheke transparent nachvollziehen können; wenn es möglich wäre, würde Junglas auch das Schlachten gerne zeigen.

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Eine glückliche Sau

Herzstück von Lappen & Prengel ist der ausschließliche Verkauf von artgerecht gehaltenen Tieren. Was heißt das genau? Nur selbst erlegtes Wild aus regionalen Wäldern (beide Unternehmer sind ausgebildete Jäger und Fleischer) und Tiere die auf dem Bauernhof draußen leben durften und mit regionalem Futter gefüttert wurden, könnt ihr hier kaufen. Das heißt, kauft ihr hier z.B. Schweinefleisch für Steak oder Schnitzel, durfte das Schwein vorher auf der Weide wühlen und sich im Dreck suhlen. Das Fleisch vom Schaf stammt von einem Tier, dass sein ganzes Leben draußen auf der Weide verbracht hat. Und der Rinderbraten der nachher im Ofen schmort, vom Rind, dass im Familienverband gelebt hat. Lappen & Prengel führt enge Beziehungen zu den Bauernhöfen und Schlachtbetrieben, von denen die Tiere stammen, die im eigenen Metzgerei-Betrieb weiter verarbeitet werden und kennt jeden Bauern persönlich. So gewährleisten die Jungs von Lappen & Prengel die vollständige Transparenz vom lebendigen Tier bis zum fertigen Verkaufsprodukt.

© Lappen & Prengel

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Von Kopf bis Fuß

Ebenso wichtig wie die Tierhaltung, ist Junglas und Krömer auch die vollständige Nutzung des getöteten Tieres. Alles was verarbeitet werden kann, wird auch verarbeitet: aus Knochen wird Brühe gekocht, Füße, Kopf und Fett werden nicht entsorgt, sondern ebenso verwertet wie das restliche Fleisch. Ziel ist, den Abfall so gut es geht zu minimieren und nichts vom Tier zu verschwenden.

© Lappen & Prengel

Ehrlicher und bewusster Fleischkonsum

Ihr seht, die Qualität ist hoch, die Achtung vor dem Tier höher. Was macht das mit dem Preis? Natürlich ist das Fleisch, was ihr am Stand von Lappen & Prengel in der Markthalle Belgisches Viertel erwerben könnt teurer. Teurer als das Fleisch was ihr bei Discountern kauft, im Supermarkt oder bei anderen Marktständen. Denn die Tiere die hier verarbeitet werden, brauchen allein schon ca. doppelt so lange um schlachtreif zu werden, wie ein Tier aus konventioneller Haltung. Zudem ist Lappen & Prengel die faire Bezahlung der Bauern wichtig. Trotzdem sind die Preise nicht übertrieben teuer, sondern wir sagen mal, dem Angebot was ihr erhaltet, angemessen. Ihr zahlt hier vielleicht mehr als im Supermarkt, dafür bekommt ihr auch mehr: es gibt nicht nur einen deutlichen Geschmacksunterschied vom Lappen & Prengel Fleisch zu anderem Fleisch, man kann auch mit besserem Gewissen essen. Vielleicht habt ihr schon mal drüber nachgedacht, vielleicht auch nicht: der durchschnittliche Deutsche isst ca. 62 kg Fleisch jährlich. Empfohlen sind 16-31 kg. Und wenn selbst ein Fleischhersteller wie Mark Junglas der Meinung ist, dass viel zu viel Fleisch gegessen wird, und die große Mehrheit der Konsumenten gar nicht darüber nachdenkt, wo das Fleisch eigentlich herkommt, und was mit dem Lebewesen passiert, bevor es in der Kühltheke landet, sollte man einen Moment innehalten. Vielleicht ist es euch ja wert, den Aufpreis bei Lappen & Prengel zu bezahlen, denn ehrlicher und bewusster Fleischkonsum darf seinen Preis haben. Lieber nur zwei Mal die Woche Fleisch essen, dafür aber bewusst.

Probiert es mal aus und schaut in der Maastrichter Straße 45 vorbei, Montag bis Samstag von 10-20 Uhr könnt ihr die gläserne Metzgerei unter die Lupe nehmen!

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden
Marleen

Marleen ist in Nippes zu Hause, schreibt gern über ihr Veedel, Mädchenkram, die grünen Seiten von Köln und alles was mit Kindern zu tun hat. Immer für vegetarische Köstlichkeiten, ein gutes Buch oder Feierabend-Bierchen im Park zu haben.