Portugiesisches Lebensgefühl in Köln

Portugiesisches Lebensgefühl in Köln7 Tipps für ein Stück Portugal in der Domstadt

Portugal mag zwar ungefähr 2.000 km von Köln entfernt liegen, das hindert uns aber nicht daran, die Kultur, das Leben und das Essen des südeuropäischen Landes sehr zu mögen. Und das Beste, ob ihr nun ebenfalls Portugal-Liebhaber seid, oder das Land noch gar nicht wirklich kennt – ein Wiedersehen oder Kennenlernen funktioniert auch ganz ohne Flug oder Autofahrt. So spart ihr nicht nur Klima-Ressourcen und Zeit, sondern könnt auch ganz spontan nach der Arbeit oder am Samstagvormittag ein Stückchen Portugal genießen! Denn Köln hat durchaus selbst einige wunderbare portugiesische Ecken und Lokalitäten zu bieten.
Wir stellen euch hier unsere sieben favorite Spots vor, um Portugal in Köln zu erleben. Unser Geheimtipp: gerade im dunklen nasskalten Herbst und Winter, können unsere ausgewählten portugiesischen Orte, die an Sommer, Wärme und Urlaub erinnern, ein bisschen Sonne in den grauen Alltag bringen.

Supermarkt Solera in Bickendorf

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© Solera Lebensmittel GmbH

First step: bringt euch Portugal doch direkt nach Hause! Und wie schwelgt man am besten in fremdländischer Kultur? Richtig, bekanntlich geht nicht nur die Liebe durch den Magen, sondern das Konzept funktioniert zuverlässig auch in anderen Bereichen. Im Supermarkt Solera gibt es vor allem viele original spanische Produkte, allerdings ist das Sortiment auch auf generell südeuropäische Ware ausgelegt und glänzt eben zusätzlich mit portugiesischen Lebensmitteln. Seit über 20 Jahren versorgt der Supermarkt die Kölner bereits mit super leckeren Dingen wie Olivenöl, Wein, Käse und Co., mit denen wir uns Südeuropa und natürlich auch gezielt Portugal, tatsächlich in die eigene Küche holen können.

Rosário & Prange in Sülz

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Wem große Supermärkte und das Bickendorfer Gewerbegebiet weniger liegen, ist vielleicht im nicht so großen, dafür aber unfassbar hübschen und liebevoll gestalteten Weinlädchen Rosário & Prange besser aufgehoben. Das Sortiment umfasst neben portugiesischen auch deutsche, spanische und französische Weine und Champagner Sekt sowie Crémant. Als kleines Highlight für Portugal Liebhaber gibt es hier aber auch speziell portugiesischen Portwein und Olivenöl zu erwerben. Besonders nett, ab und an veranstalten die Inhaber Teresa Rosário, natürlich eine waschechte Portugiesin, und Peter Prange auch Weinproben, sehr zu empfehlen! Cooler Benefit, ihr könnt auch den Online-Shop nutzen. Falls ihr eure kostbaren portugiesischen Flaschen also nicht selbst bis nach Hause schleppen wollt, einfach bequem von der Couch aus bestellen.

Alfalma in der Südstadt

Ihr vertretet eher die Meinung, kochen sollte der, der es auch gelernt hat und steuert statt Supermarkt lieber ein Lokal an, wo das Essen für euch kredenzt und der Wein eingeschenkt wird? Dann schlagen wir euch einen Besuch in dem gemütlichen portugiesischen Restaurant Alfalma. Benannt nach einem der beliebtesten Viertel Lissabons, punktet auch das Alfalma der Kölner Südstadt mit typisch portugiesischen Details. Es erweckt mit seiner auffälligen landestypischen Einrichtung  und wunderbaren Dekoration nicht nur den Anschein einer typischen Taverne Lissabons, sondern überzeugt zusätzlich als Veranstaltungsort portugiesischer Kultur indem hier Fado-Abende stattfinden. Fado ist ein bekannter traditioneller portugiesischer Musikstil und ein Vortragsgenre, ihr solltet euch unbedingt mal dafür anmelden und  austesten ob euch das gefällt. Jeder Dienstag hier lädt zum Tapas essen ein (bestell  fünf, zahl  vier) und auch sonst überzeugt das Alfalma voll und ganz mit seinen traditionellen feinen Gerichten der westlichen Iberischen Halbinsel. Besonders köstlich ist der Fischteller mit Austern und Gambas, dieser gehört zu den absoluten Highlights und muss deshalb auch vorbestellt werden.

Vasco da Gama in Ehrenfeld

Ja, wir geben es zu, die Liebigstraße in Köln zählt nicht unbedingt zu den schönsten und charmantesten Ecken in Ehrenfeld. Aber ein Besuch in das von einer portugiesischen Familie geführte und bei Portugiesen absolut beliebte Restaurant Vasco da Gama lohnt sich so dermaßen! Wir würden sogar zustimmen, dass es sich hierbei um eines der Lokale mit dem besten portugiesischen Essen in ganz Köln handelt. Weder die urbane Umgebung noch das Ambiente und die Inneneinrichtung des Vasco da Gama überzeugt stilvolle und hippe Kölner – aber sobald etwas Essbares auf dem Tisch steht, ändert sich der Eindruck. Der Geschmack der authentischen und traditionellen Gerichte überzeugt jeden Zweifler. Vorrangig Fisch & Fleisch wird serviert, der Vegetarier hat hier definitiv das Nachsehen, aber auch das ist tatsächlich typisch für die portugiesische Küche. Um euch ein bisschen heiß zu machen präsentieren wir euch im Folgenden ein paar ausgewählte Leckerbissen von der Speisekarte: zur Vorspeise locken Gambas mit Knoblauch, der Hauptgang könnte gegrilltes schwarzes Schwein sein und zum Nachtisch empfehlen wir das Dessert nach Art des Hauses. Preisgünstiger Tipp zum Schluss, macht’s wie die Portugiesen und süffelt den Hauswein Vinho Verde, der ist nicht nur ausgezeichnet, sondern auch günstig.

Pastelaria Luso in Ehrenfeld

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Wir bleiben in der Liebigstraße und ziehen nur weniger Häuser weiter zum nächsten portugiesischen Highlight, der Konditorei / Bäckerei mit Café Pastelaria Luso. Wie das benachbarte Vasco da Gama, weiß auch die Pastelaria nicht als Schmuckstück der Liebigstraße zu überzeugen. Es gibt allerdings sowohl Außen- und Innengastronomie. Dort könnt ihr traditionelles portugiesisches Frühstück genießen. Stadtbekannt ist die Pastelaria allerdings für Ihre Pastéis de Nata – nicht umsonst ordern hier Institutionen wie Schamong oder Van Dyck ihre Pasteis genau hier. Ihr kennt die portugiesischen Puddingtörtchen noch nicht? Dann empfehlen wir euch an dieser Stelle sofort das Lesen abzubrechen, in die Pastelaria zu rennen und dort weiterzulesen, falls ihr dann noch nicht ins Food-Koma gefallen seid. Wenig Gebäck hat einen ähnlichen Suchtfaktor und schmeckt so einzigartig. In Lissabon steht man durchaus des Morgens einige Zeit Schlange um eines der Teilchen zu ergattern.

Frankie‘s Churros in der Innenstadt

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Wir bleiben noch ein bisschen im portugiesischen Süßkramland. Wusstet ihr, dass angeblich portugiesische Händler  Churros nach Europa importiert haben? Das iberische (Fett)Gebäck aus frittiertem Brandteig, mit Topping der Wahl,  ist längst auch in Deutschland ein Klassiker auf Rummel und Märkten geworden und in Köln sogar unabhängig von Veranstaltungen tagtäglich bei Frankie’s Churros, dem ersten iberischen Churro-Imbiss in Köln, auf der Breite Straße erhältlich. Die Churros werden hier in Handarbeit nach traditionellen Rezepten zubereitet und ihr bekommt sie frisch frittiert auf die Hand. Sehr cool auch, ihr könnt direkt bei der Herstellung zuschauen, da die Churros für alle sichtbar hinter der Theke hergestellt werden. Wir empfehlen euch, es wie die Spanier und Portugiesen zu machen, und sich abends oder frühmorgens auf dem Heimweg eine große Portion der glücklich machenden sternförmigen Spritzgebäck-Stangen, gedippt in warme flüssige Schokolade, zu verzehren.  Ganz ehrlich, weit weg vom Schlaraffenland ist man dann nicht mehr.

Motel a Miio in der City

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© Motel a Miio I Instagram

Mit einer Portion Churros auf der Hand bietet sich ein Gang die Breite Straße entlang zur Ehrenstraße an, denn dort befindet sich unser letztes portugiesisches Schmuckstück in Köln. Bei Interiorbloggern längst bekannt, darf sich nun endlich auch der nicht besonders instagram-und pinterest-affine Kölner das Sortiment von Motel a Mio anschauen.  Seit Anfang 2019 gibt es den Store auf der Ehrenstraße, der ein exklusives und ausgewähltes Sortiment echter portugiesischer Keramik anbietet. Jedes Stück ist nicht nur handgemacht und damit einzigartig, sondern zudem fair produziert und qualitativ hochwertig, weil zwei Mal gebrannt. Es gibt alles, was das Geschirr-Herz begehrt, von Tassen und Tellern über Schüsseln, Schalen praktischen Dingen wie Butterdosen oder Servierplatten. Aber auch was Einrichtungsgegenstände und Wohnaccessoires betrifft werdet ihr hier fündig, zum Beispiel gibt es Vasen und Lampen.  Mega gut, dass die feinen Keramikarbeiten trotzdem so robust ist, dass ihr es bedenkenlos in die Spülmaschine geben könnt.

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Marleen

Marleen ist in Nippes zu Hause, schreibt gern über ihr Veedel, Mädchenkram, die grünen Seiten von Köln und alles was mit Kindern zu tun hat. Immer für vegetarische Köstlichkeiten, ein gutes Buch oder Feierabend-Bierchen im Park zu haben.