Saubere Sache

Saubere Sache#unitedweclean

Die Startups WONDA swim und Oclean rufen zur deutschlandweiten "Cleanup" Aktion auf.
Das To-Go-Geschäft boomt in Zeiten von Covid-19. Um sich vor Viren und anderen Keimen zu schützen und aufgrund der niedrigen Rohölpreise, steht Plastik mal wieder ganz hoch im Kurs. Das Ergebnis: Unsere Straßen und Parks sind voll von Müll.

Der Rhein ist kein Mülleimer

Das warme Wetter der letzten Wochen trägt dazu bei, da sich viel draußen im Freien abspielt. Weil durch Home Office, Sport und Co. dennoch deutlich mehr zu Hause stattfindet, können die Haus-Mülltonnen unserem Verbrauch nicht mehr ausreichend standhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) rechnet in 2020 mit einer 5% höheren Hausmüll-Produktion gegenüber 2017 (insgesamt 2,26 Millionen Tonnen). Alles was nicht irgendwo ordnungsgemäß entsorgt ist, wird verbrannt oder trägt die nächste Windböe davon. Am Ende landet der Müll in einem unserer Flüsse und schließlich im Meer. Eine PET Flasche schwimmt dann dort für ca. 500 Jahre bis sie zersetzt ist und setzt womöglich das Leben einiger Meeresbewohner aufs Spiel.

Das Startup WONDA swim hat sich auf die Fahne geschrieben durch eine nachhaltige Bikini und Sportmoden-Marke welche clevere Lösungen gegen Probleme wie die Plastikverschmutzung der Weltmeere nutzt, einen Mehrwert für den Kunden und die Umwelt zu schaffen. Der Stoff, der bei WONDA swim für die Bikini-Produktion verwendet wird, besteht aus recycelten Plastikabfällen wie z.B. alten Fischernetzen, die im Ozean verloren gegangen sind oder absichtlich versenkt wurden. Plastik bei der Verpackung gibt es nicht und Langlebigkeit ist eine notwendige Voraussetzung beim Design und der Produktion der Produkte.

Lasst mal Putzen! © Saubere Sache

30 Minuten alles geben!

Gemeinsam mit Startup Oclean, welches regelmäßig Aufräum-Aktionen in Hamburg organisiert, ruft WONDA nun am 14. Juni um 14 Uhr unter dem Hashtag #unitedweclean zu einem deutschlandweiten "virtuellen" Cleanup auf. Dabei geht es nicht nur darum unsere Nachbarschaften von Müll zu befreien, sondern vor allem darum Aufmerksamkeit für das Thema Plastikverschmutzung zu schaffen. Da die Auswirkung der Problematik in Deutschland erst längerfristig spürbar sein wird, ist die flächendeckende Aufmerksamkeit und der soziale Stellenwert für das Thema der erste Schritt dafür, dass sich tatsächlich etwas im Konsumentenverhalten und der Priorisierung in Wirtschaft und Politik verändert.
Der Aufruf umfasst sowohl das deutschlandweit zeitgleiche Aufräumen der Nachbarschaft - natürlich Jeder für sich, damit die allgemeinen Corona Regeln nicht verletzt werden - aber auch die Verbreitung der Thematik über die sozialen Medien. Unterstützt wird das Ganze mit Rabatt-Aktionen von nachhaltigen Marken, die das Plastik-Problem ebenfalls angehen und vielen hilfreichen Tipps zum Thema Plastik-Vermeidung und Recycling.
Um von allen Bestandteilen des Events zu profitieren, sollte man sich und seine Nachbarschaft lediglich HIER registrieren. Sich zu engagieren ist demnach ganz einfach, schweißt uns lokal zusammen, bringt uns an die frische Luft und lässt ganz nebenbei noch ein paar Kalorien schmelzen. Wie funktioniert das genau? Im Prinzip braucht man nur einen Müllbeutel, einen Handschuh und evtl. Begleitung (sonst gibt es als Alternative eine von Oclean zusammengestellte Spotify Playlist als Wegbegleiter) und dann geht es raus in die Straßen und Parks. Dann heißt es in 30 Minuten so viel Müll sammeln, wie möglich, alles nach Anleitung recyceln und dann posten, posten, posten! Damit beim nächsten Cleanup schon doppelt so viele Umwelt-Retter dabei sind!

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Mathes

Mathes ist einer der beiden Gründer von Geheimtipp Köln und ist immer auf Entdeckertour in Köln unterwegs. Er liebt die Kölner Veedel und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.