Savoir-vivre in Köln

Savoir-vivre in Köln7 Tipps für die französische Lebensart

Savoir-vivre - verstehen, zu leben: Das ist der Inbegriff französischer Lebenskunst. Wir bewundern die Franzosen für ihre gute Küche, Konditorei und Mode. In Köln verstecken sich, auch auf Grund der geografischen Lage, viele Exil-Franzosen, die uns ein bisschen Frankreich in die Domstadt gebracht haben. Aus diesem Grund haben wir uns mal ein wenig umgeschaut und für euch 7 Tipps zusammengetragen, wo ihr etwas französischen Flair in Köln genießen könnt, ohne gleich die Landesgrenze zu überschreiten - Et volià:

Délibon

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Als Foodtruck fing es an und ist heute ein Bistro und Crêperie im Agnesviertel. Wer Crêpes liebt, aber gern auch mal Bekanntschaft mit dem verwandten Les Galettes machen möchte, der ist hier am perfekten Ort. Neben vielen anderen französischen Gerichten ist der aus der Bretagne stammenden Buchweizenpfannkuchen hier in jeglicher geschmacklichen Form zu finden – sei es mit Salz und Butter, oder gefüllt Räucherlachs, Meerrettichcrème & Rucola. Mit frischen Zutaten vom Markt am Sudermanplatz und regionalen Bauern bestücken die Halbfranzösin Laurence und ihr Geschäftspartner und guter Freund Peter ihre Südbretagne stammenden Crêpes.
Neben der Leidenschaft zum französischen Essen, erkennt man an der Inneneinrichtung des kleinen Restaurants die Liebe zum Fichtenholz, als auch die Liebe zum Detail. Das Geschirr hat Laurence selbst von Märkten in der Bretagne hergebracht und die Teller und Malereien an den Wänden stammen noch aus der Crêperie ihrer Ur-Ur-Oma und wurden von ihrem französischen Opa gemalt.

Brasserie Marie

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In der Brasserie Marie an der Zülpicherstraße, in Köln Sülz, kann man die Vorzüge Frankreichs genießen, ohne gleich dafür die Koffer zu packen. Wie man hier selbst sagt: „Sülz oder Lindenthal – Hauptsache Frankreich“. Die hochwertige französische Hausmannskost und eine deutsch-französische Weinkarte machen die Interpretation der traditionellen Gaststätte von den Geschäftsführern Anselm Thaut und Stefan Englert zu einem fabelhaften Gourmeterlebnis. Bienvenue in Frankreich am Rhein!
Die Speisekarte der Brasserie Marie bietet vor allem die Klassiker der französischen Landküche: Austern, flambierte Kalbsnieren, Foie gras mit Traubengelee, Fischsuppe, Weinbergschnecken, Jahrgangssardinen. In der Küche wird viel Wert auf gute Grundprodukte gelegt und auf deren Verarbeitung zu fein abgestimmten Speisen, die fernab eines rustikalen Brauhausniveaus liegen.

Das épi – die Boulangerie & Patisserie in Köln und Bonn

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Das epi steht für Qualität, die man schmeckt! Die französische Boulangerie & Patisserie vereint modernes französisches Ambiente mit farbintensivem und qualitativ hochwertigem Gebäck.
Die wunderbar lecker duftende Boulangerie-Patisserie lädt nicht nur auf der Breite Straße in der Innenstadt zum französischen Frühstück, mittäglichen Bio-Kaffee, oder abendlichen Quiche ein; das epi findet man auch im angesagten Agnesviertel, in Lindenthal und auf dem Maternusplatz in Rodenkirchen. In allen Cafés darf man sich über eine große Auswahl handgemachter französische Backwaren freuen.
Natürlich gibt es hier köstliche Tartelettes, erstklassige Croissants, fluffige Briochette sowie frisches französisches Brot, darunter Landbrot aus Qualitätsmehl, Roggenbrot, Walnussbrot (Brique aux Noix) und Baguettes in Hülle und Fülle.

Boule in Köln

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Das Boule-Spiel ist in der französischen Gesellschaft tief verankert. Seit Jahrhunderten treffen sich Menschen aller Altersgruppen zu diesem Freizeitsport in Parks und auf extra angelegten Boule-Flächen. Aber auch bei uns in Köln ist die französische Freizeitbeschäftigung als echte Sportart angekommen. So findet ihr in Nippes den „Nippeser Boule Club“, einen Boule Platz in Friedenspark oder im Stadtwald und einige mehr. Auch bei schlechtem Wetter gibt es mit dem „Hardy Kugel“ eine Möglichkeit indoor zu spielen

Wie spielt man Boule? Korrekt ist es übrigens so: Pétanque ist die Freizeitbeschäftigung, Boule die Sportart. Es spielen mindestens zwei Spieler gegeneinander und maximal vier. Ziel ist es, mit der eigenen Kugel möglichst nah an die kleine Zielkugel zu gelangen. Das Wegschießen von gegnerischen Kugeln ist übrigens erlaubt. Wessen Kugel näher am Ziel liegt, bekommt einen Punkt.

Institut français Köln

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Es gibt in Köln noch viel mehr Frankreich als nur französische Köstlichkeiten. Das Institut français Köln ist nur eines von 11 Instituten in Deutschland, die einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der französischen Sprache und der französischen und frankophonen Kultur leisten.
Hier werden jedem Frankreich Fan über 5000 französischsprachige Bücher zum lesen, studieren und angeben geboten. Aber keine Angst, hier gibt es nicht nur wissenschaftliche Vorträge, bildungsträchtige Literatur und politische Debatten; verschiedene Workshops und Debatten laden zu aktuelle Themen ein, die uns alle beschäftigen.

Sachsenring 77

Wer weniger Interesse auf französische Bildung hat, sondern eher Lust auf Events, der wird hier auch fündig. Das Institut fördert und veranstaltet Kulturprojekte, die den Kulturdialog in so ziemlich allen Bereichen beleben sollen; sowohl Ausstellungen französischer und frankophoner Künstler, Konzerte als auch Lesungen und ein großes Kinoprogramm gibt es hier zu entdecken. Debatten über aktuelle Themen, wie Digitalisierung und ein Highlight ist das Fête de la Musique, das jedes Jahr sowohl musikalischen Profis als auch Amateuren die Möglichkeit gibt sich zu präsentieren.

Brasserie aller Kolör

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Noch nicht allzu bekannt und daher umso schöner ist die Brasserie aller Kolör, die in den Alteburger Hof in der Südstadt eingezogen ist. Hier gibt es nicht nur typisch französische Flammkuchen, auch andere deftige französische wie deutsche Gerichte kommen hier auf den hölzernen Tisch. Teils gut bürgerlich, teils mit Bistro Cham erscheint das Lokal, das man in einer Seitenstraße des Ubierrings antrifft; viel Holz, urige Lampen und farbenfrohes Porzellan an den Wänden. Im vorderen Bereich wird dagegen mit Farbe gearbeitet, die hell- und dunkelgrünen Wände, bestückt mit französischen Blechschildern, geben dem ganzen einen modernen Bistro-Touch.
Im Sommer laden Tische und Stühle vor dem Restaurant zudem zum Verweilen in der Sonne ein. Morgens kann hier bereits mit Café au lait und frische Croissant ausgiebig gefrühstückt werden – französisch natürlich.

 

Le Moissonnier

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Das Beste zum Schluss, zumindest, wenn man nach den Michelin-Sternen geht! Denn hier ist das kleine Restaurant mit den zwei Sternen, seit Jahren das Maß aller Dinge, wenn es um „Fine-Dinning“ in Köln geht.
Vor nun mehr als 30 Jahren gegründet, zeichnet sich das Restaurant auf der Krefelder Straße vielmehr durch die Qualität der Produkte, als durch unnötiges Chichi aus! Natürlich hat die Qualität auch seinen Preis – ein Vier-Gang-Menü inkl. Weinbegleitung kostet euch ca. 120€, die es aber alle Male wert sind.
Wer sich ein solch exklusives Dinner nicht leisten kann, dem legen wir den Mittagstisch ans Herz – dieser kostet ungefähr 20€ und gibt einem einen ungefähren Eindruck von dem Essen, welches euch am Abend erwartet.
Ansonsten ist das „Le Moissonnier“ genau das, was man von einem französischen Bistro erwartet: Lebhaft, laut und vor allem gemütlich!

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Redaktion