Unser Jahresrückblick 2019

Unser Jahresrückblick 2019Das war das Jahr 2019 in Köln

Ja, wie immer ist das Jahr wie im Flug vergangen. Aber was ist eigentlich passiert?
Ich frage mich seit Wochen – seitdem ich festgestellt habe, dass es mal wieder weihnachtet – was in diesem Jahr eigentlich so in meinem Leben und in Köln passiert ist. Daher gibt es hier einen kleinen Rückblick für alle, die so grübeln wie ich bis vor einigen Tagen.

Mobilität

Wir Kölner lieben Mobilität. Da die KVB einen nicht immer überall hinbringt, nutzt man eben auch andere Möglichkeiten, um von A nach B, oder von Bar X zu Bar Y, von besten zum allerbesten Freund und dann zurück ins geliebte Heim zu kommen. In diesem Jahr gab es zudem einen regelrechten Boom, was individuelle Mobilität angeht, die vorzugsweise ja inzwischen geshared werden kann. Sei es Uber oder das ehemalige mytaxi, das jetzt FREE NOW heißt und als Taxi App fungiert. Carsharing Konzepte wie DriveNow (jetzt ShareNow) oder Car2Go (ebenfalls nun ShareNow) erfreuen sich bereits seit Längerem großer Beliebtheit.
Nun gibt es aber seit diesem Sommer auch unzählige E-Roller verschiedenster Anbieter auf den Straßen/in Parks/in Mülleimern/auf Bäumen Kölns, genauso lange wird auch schon über die Nutzung und die Nachhaltigkeit der Geräte debattiert.

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1. FC Köln

Dass wir Kölner unseren Effzeh lieben, ist nichts Neues. Auch, dass der 1. FC Köln mit 109.824 Mitgliedern nach wie vor der sechstgrößte Sportverein in Deutschland ist, wissen die Hartgesottenen natürlich. Aber was ist da immer los mit unserem Club?! Nachdem der 1. FC im Sommer nun endlich wieder erstklassig spielt und wir uns über den Aufstieg tierisch freuten (aber sicher kein Stück Stadionrasen in unserem Garten liegen haben), ist zur Winterpause mit Platz 15 knapp über den Relegationsplätzen schon wieder Ernüchterung eingekehrt. Da wollen wir doch hoffen, dass die Rückrunde uns nach oben katapultiert.

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Gentrifizierung

Zudem ist natürlich auch immer wieder die Rede von Gentrifizierung und neuen Stadtentwicklungsprojekten. Sei es Müllheim, Ehrenfeld oder nun doch Kalk? Die Mieten steigen in ganz Köln, gleichzeitig wächst aber auch das kulturelle Angebot mit jeder neuen Szenekneipe. Die Stadt Köln hat auch in diesem Jahr wieder neue Projekte ins Leben gerufen, um diese Entwicklung nachhaltig und positiv zu unterstützen. So fand im Dezember der Spatenstich für die neue integrative Heliosschule in Ehrenfeld statt. Zudem soll auf dem ehemaligen Industriegebiet Hallen Kalk südlich der Kalker Hauptstraße mit Grünflächen, Museum, Wohnen und Jugendeinrichtungen neue Zeichen gesetzt werden. Auch der Deutzer Hafen soll in den kommenden Jahren eine Umnutzung mit Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen, sowie einer Schule erhalten. Ob diese Projekte, der fortschreitenden Gentrifizierung durch Investoreninteressen etwas entgegenhalten können, bleibt jedoch offen.

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Fridays for Future

Das Jahr 2019 stand auch im Zeichen von Fridays for Future (kurz: FFF). Die ersten News über die damals 15-Jährige, schwedische Klima-Demonstrantin Greta Thunberg im Herbst 2018 traten weltweite eine Welle von Aktionstagen und Bündnissen los. Auch in Köln bildete sich in diesem Jahr die Studenten- und Schülerinitiative, die bei wöchentlichen Kundgebungen für mehr Nachhaltigkeit und gegen den Klimawandel kämpften. Globale Klimatage am 31. Mai, 20. September und 29. November bestärkten diese Bewegung. Allein am 20.09. wurden 20.000 Menschen erwartet, doch beteiligten sich etwa 70.000 Kölner an einem friedlichen Demonstrationszug durch die Innenstadt. An diesem Tag wurde für die Einhaltung des damaligen Paris-Abkommens in fast 160 Ländern gestreikt – über 500 Aktionen fanden statt. FFF heißt: Zusammen gegen die globale, zukunftszerstörende Klimapolitik!

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Zwei gastronomische Highlights

Zwei bekannte Wahrzeichen Kölns waren auch wieder im Jahr 2019 Gesprächsthema. Die Bastei wurde 1924 eröffnet und war mit seinem Aussichtsrestaurant immer die kulinarische Perle am Rhein. Sie befindet sich am nördlichsten Ende der Kölner Ringe und erlaubt einen tollen Panoramablick über Köln. Seit 1997 ist die Bastei aus baulichen Gründen nur noch für geschlossene Gesellschaften nutzbar. In den letzten Jahren hat die Bastei wiederholt den Betreiber gewechselt. Seit März 2019 wird die Bastei nun durch die Stadt umfangreich renoviert, um zukünftig wieder als Restaurant dauerhaft geöffnet zu werden.
Auch der Colonius ist eine der Wahrzeichen Kölns, der momentan leider seit Jahrzehnten ungenutzt dar steht. Bereits seit 1994 werden die gastronomischen Einrichtungen in der Turmkanzel des Fernsehturms nicht mehr genutzt, seit 1999 kann nicht einmal mehr die Aussichtsplattform besucht werden. Nachdem in den vergangenen Jahren diverse Investoren absprangen, lässt die Stadt Köln derzeit prüfen, ob eine Renovierung und damit Wiederaufnahme des Gastronomiebetriebs finanzierbar wäre. Bleibt zu hoffen, dass diese Bemühungen nicht wieder im Sande verlaufen.

Es war einiges los

Tolle Events, die uns dieses Jahr mal wieder ein Stück versüßt haben, waren unter anderem die 20. Museumsnacht, die wie jedes Jahr die ganze Stadt eine Nacht lang in Kunst tauchte. Über 200 Veranstaltungen an über 50 Orten zeigten sich in Form von Konzerten, Lesungen, Theater, Kabarett, Workshops und DJ-Sets von ihrer kreativen Seite.
Aber auch der Tag des guten Lebens war ein – und besonders unser – Highlight des Jahres. Dieses Jahr fand dieser "hinter dem Gürtel" in Ehrenfeld statt und lockte unzählige Kölner, von groß bis ganz klein auf die autofreie Straße. Dieser wundervolle Tag ist engagierten Nachbar*innen, Anwohner*innen, Vereinen und Institutionen zu verdanken, die sich für eine bessere Nachbarschaft und eine vielfältige Stadtgesellschaft in Köln einsetzen. Verschiedenste Stände zu den Bereichen Energie & Umwelt, alternative Mobilität, Ernährung uvm. informieren und Essensstände, Bühnen und viele Tische und Bänke laden zum Verweilen und Genießen ein.

2019, Köln, Tag des guten Lebens

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Dieser Artikel ist auf redaktioneller Basis entstanden!

Jill

Ich tue nichts lieber als Köln zu entdecken; die kulturellen Veranstaltungen, die innovativen Ideen und das interessante Stadtbild zu studieren und nachts in der Stadt zu chillen, oder zu lauter Musik zu tanzen. Das ist Köln für mich – ein Ort, den es sich lohnt zu entdecken!