Unser Motto für den Festivalsommer: Zero Waste

Unser Motto für den Festivalsommer: Zero Waste7 Tricks für weniger Müll

Aufgepasst - spätestens jetzt sollte allen klar sein, der Festivalsommer steht in den Startlöchern um uns mit einer Menge toller Tonkunst in neue Sphären zu entführen: Klar, dass die Vorfreude ins unermässliche steigt – nur auf die Berge an Müll brauch wirklich keiner und auf eben diese wollen - und auch können - wir zum Glück gut und gerne verzichten. Mit unseren 7 Tipps tanzt ihr in diesem Jahr  definitiv deutlich umweltfreundlich(er) vor den Bühnen der Festivalsaison und könnt euch auf den ein oder anderen Karma-Punkt freuen.

Wenn die Musik im Müll versinkt

GEHT FEIERN AUCH VERPACKUNGSFREI?

Der Festivalsommer steht in den Startlöchern und dieses Jahr tanzen wir unter anderem auf dem Summerjam und dem Katzensprung Festival durch die musikalischen Gefilde unserer Stadt und die Stadtgrenzen hinaus. Die Vorfreude steigt – nur eines drückt unsere Stimmung: in Zeiten der umweltbewussten Lebensweise sind Festivals eine sehr ärgerliche Ausnahme. Wir haben keinen Lust mehr auf verschmutzte Felder und vermüllte Zeltplätze. Deshalb geben wir uns in diesem Jahr einmal extra viel Mühe, ein wenig verpackungsfreier zu feiern. Seid ihr dabei?

Tschüss – Einwegzelt!

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Auch nächstes Jahr lässt es sich prima vor den Zelten tanzen!

Eigentlich sollte man nicht drüber sprechen müssen – und doch ist die Überraschung jedes Jahr aufs neue groß: Was man mit aufs Festival bringt, das sollte man auch wieder mit nach Hause nehmen - das sollte doch klar sein! Besonders, wenn es sich um den Schlafplatz der letzten vier Nächte handelt. Zelte sind definitiv keine Einwegprodukt und gehören nach dem Festival zurück ins Auto und ab in den Keller, wo sie bis zum nächsten Campingtrip oder Festivalspektakel getrost verweilen dürfen. Apropos: Etwas, das selten benutzt wird, kann auch gut geteilt werden. Deshalb lohnt es sich, erstmal die Familie und Freunde zu fragen, bevor ihr euch eine nagelneue Ausrüstung zum Kampieren zulegt.

Tschüss – Tetra Paks & Plastikflaschen!

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Prost im Einwegbecher? Muss das sein?

Eines der größten Probleme bei Festivals und Hauptverursacher für Müll sind definitiv die Getränke: Bierdosen, Tetra Paks und Plastikflaschen prägen das Bild sowohl auf dem Campinggelände als auch auf dem Bühnenvorplatz. Klar, denn auf den ein oder anderen Schabau und das gepflegte Frühstücks- / Konterbier wollen wir auch in Zeiten der umweltbewussten Konzerteskapaden keinesfalls verzichten. Und gegen Dehydrierung muss sicher der ein oder andere Liter Wasser zu sich genommen werden! Aber eine kleine gute Tat von vielen engagierten Einzelpersonen kann in der Summe doch einen großen Unterschied machen. Deshalb tragen wir dieses Jahr eine wiederverwendbare Trinkflasche durch unseren Festivalsommer. Die lässt sich bei den zahlreichen Wasserstationen auch kostenlos auffüllen.

Tschüss – Plastikbesteck & Pappteller!

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© Simple as good!

Natürlich sind Plastikbesteck und Pappteller auf Festivals praktisch, aber lassen die Umwelt mit weinenden Augen und einer Unmenge an überflüssigem Müll zurück. Die Alternative liegt auf der Hand: stinknormales Metallbesteck aus dem Küchenschrank ist nicht bloß die preissparende, sondern auch die unkomplizierteste aller Zero-Waste Festival-Alternativen. Als Teller könnt ihr super gut eine Tupperdose mit in den Reiserucksack stopfen. Und wenn ihr sicherstellen möchtet, dass eure Lebensmittel das ganze Wochenende frisch bleiben, dann können wir euch die wiederverwendbare Frischhaltefolie aus Bienenwax ans Herz legen. Ja, wir wissen, was ihr jetzt denkt: normales Geschirr muss man halt spülen. Aber eigentlich ist das doch ein kleines Opfer für eine sauberere Welt, oder?

Tschüss – Fertiggerichte & Dosenkost!

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© Unverpacktläden - wie der Veedelskrämer machen es vor!

Nun zum Thema Essen: Dosensuppen, Chips-Tüten und Fertiggerichte sind nicht nur ungesund, sondern produzieren auf Festivals auch gleich eine ganze Menge lunnötigen Abfall. Eine angenehme Alternative ist es, einfache und schnelle Gerichte entweder vorzukochen oder unkompliziert auf dem Campingplatz zuzubereiten. Ideen gibt es dafür zu genüge: Couscous muss man nur mit ein wenig heißem Wasser aufgießen und schmeckt ganz vorzüglich zu haltbarem Gemüse. Nudeln mit Pesto ist nicht nur das Standardgericht aller Studenten, sondern hat auch auf Festivals seinen verdienten Platz. Ein weiteres Plus: eure mitgebrachten Kochzutaten könnt ihr wunderbar müllfrei in einem der zahlreichen Unverpackt-Läden der Stadt erstehen. Besser geht’s nicht.

Tschüss – Feuchttücher & Küchenrolle!

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© Eine einfache Alternative!

Wir geben es zu: Sauberkeit kann bei Festivals durchaus schon einmal zu kurz kommen. Doch wer tagelang im Zelt schläft und sich regelmäßig mit Dixi Klo-Besuchen zufriedengeben muss, dem sei zumindest ein Mindeststandard an Hygiene gegönnt. Nur Einwegprodukte möchten wir uns diesen Sommer sparen – die sind nämlich unvergleichlich verschwenderisch und alles andere als umweltfreundlich. Statt Feuchttüchern und Küchenrolle bringen wir deshalb unsere altbewerten Handtücher und Waschlappen mit aufs Campinggelände. Zusammen mit einer unverpackten Stückseife bekommt ihr euch und euren Kram damit mindestens genauso gut sauber. Unkompliziert, hygienisch und nur minimal aufwändiger: die Umwelt wird euch danken.

Tschüss – Mikroplastik!

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© Ist das notwendig?

Neben den Acts, der Atmosphäre und den Alkoholexzessen (pscht) lieben wir an Festivals vor allem eines: die bunte Farbenpracht an Glitzer und Konfetti! Gerade dann, wenn man bereits drei Tage nicht mehr geduscht hat und langsam aber sicher auf dem Campingplatz versackt, lenkt die ein oder andere Flasche funkelnden Feenstaubes von dem fettigen Haaransatz und der verstaubten Kleidung ab. Schade nur, dass die buntesten aller Festivalfreuden meist aus Plastik bestehen und damit wahnsinnig umweltverschmutzend sind. Zum Glück gibt es Alternativen: biologisch abbaubares Glitzer zum Beispiel. Oder nachhaltiges Konfetti, das ihr online bestellen könnt. So seid ihr bei eurem nächsten Festivalbesuch nicht nur die schillerndste, sondern auch die grünste aller Persönlichkeiten!

Tschüss – Fast Fashion!

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© Slow Down!

Klar geht es bei Festivals allen voran um die Acts – nach drei Tagen Flunky Ball und Dauerregen ist es irgendwann eh komplett egal, wie man rumläuft. Und doch müssen wir zugeben, dass unsere geliebten Sommerwochenenden im Zeichen der Musik eine offene Einladung dafür sind, sich einmal etwas mutiger, bunter und außergewöhnlicher zu kleiden als im Alltag. Warum auch nicht? Solange man sich selbst nicht zu ernst nimmt, kann Mode und Style richtig kreativ sein. Der Umwelt zuliebe ist es uns beim Einkauf unserer neuen Festivaloutfits allerdings wichtig, secondhand zu shoppen und damit ein entschiedenes Zeichen gegen die Fast Fashion-Industrie zu setzen. Zum Glück gibt es in Köln eine breite Auswahl an Vintage Läden mit schrillem und geschmackvollem Sortiment.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Redaktion