Wir machen Urlaub in NRW

Wir machen Urlaub in NRWUrlaubsfeeling direkt um die Ecke

Wer von euch ist auch wie wir Team Meersehen, hat spätestens zwei Wochen nach dem letzten Urlaub Fernweh und lebt quasi von einer Reise zur nächsten? Spätestens in diesem Sommer wird sich allerdings zeigen, dass man für großartiges Urlaubsfeeling nicht weit reisen können wird und auch gar nicht muss.

Zuhause ist es am schönsten!

Wir zeigen euch sieben wunderbare Orte in NRW, die vielleicht nicht so weit weg sind wie Australien, Mallorca oder Thailand, was aber nicht heißen muss, dass es hier weniger schön ist. Lasst euch doch mal darauf ein, die nächste Umgebung statt ferne Länder zu erkunden und verbringt zauberhafte Zeit inmitten von Natur, pittoresken Örtchen oder während einer durchaus beachtlichen Wandertour. Alles Gute liegt so nah!

Wie Frodo Beutlin in den Bruchhausener Steinen klettern

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Ein wahres Naturschauspiel zeigt sich Euch an den Bruchhausener Steinen © Tourismus NRW e.V./Oliver Franke

Wer auf der Suche nach dem „Herr der Ringe“ Feeling unberührter Natur ist, wie Frodo zwischen Felsen umherklettern mag und die weite, grüne Landschaft Mittelerdes sehen möchte, kann natürlich irgendwann einmal nach Neusseeland fliegen. Eine andere Möglichkeit ist, die vier monumentalen Vulkanfelsen des Boden- und Kulturdenkmals „Bruchhausener Steine“ zu bestaunen.

Dafür müsst ihr euch ins Sauerland aufmachen und dort das Rothaargebirge ansteuern. Die einzigartige Felsenlandschaft der Bruchhausener Steine ist als Naturschutzgebiet, Flora-und Fauna-Habitat sowie Vogelschutzgebiet ausgewiesen, zudem stellt sie auch noch ein Kultur- und Bodendenkmal dar und ist als archäologisches Reservat anerkannt. Mit ein bisschen Glück könnt ihr hier in freier Natur zum Beispiel den brütenden Wanderfalken oder gegen Abend den Uhu erspähen. Auf verschiedenen, von der „Stiftung Bruchtaler Steine“ angelegten Themenpfaden könnt ihr das Gebiet in dem Bornstein, Goldstein, Ravenstein und Feldstein stehen erkunden und letzteren sogar besteigen. Achtung, feste Schuhe und trittsichere körperliche Verfassung sind unbedingt zu empfehlen. Wer den Feldstein zusammen mit dem besten Freund erklommen hat und dort Seite an Seite den Blick über die Landschaft schweifen lässt, wird sich Frodo und Sam gar nicht so unähnlich fühlen.

Wandern und Geschichte im Neandertal

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Im Neandertal gibt es viel zu entdecken! © Jörg Kammel/Tourismus NRW e.V.

Ihr seid eher historisch oder biologisch interessiert als im Fantasygenre zu Hause? Dann empfehlen wir euch, einen (leider ausgestorbenen) nahen Verwandten aus dem Pleistozän aufzusuchen und euch auf die Spuren der Neandertaler zu begeben. Rund 10 km östlich der verbotenen Stadt gelangt ihr ins Neandertal. Dort könnt ihr Dank des „Neanderthal Museums“ und dem zu besichtigenden Fundort des ersten Homo neanderthalensis „Neandertaler 1“ die menschheitsgeschichtliche Bedeutung dieses Ortes kennenlernen. Das Museum zählt zu den modernsten Europas‘ und ihr erfahrt viele wirklich interessante Details der Entwicklungsgeschichte des anatomisch modernen Menschen und inwiefern es sich beim Neandertaler um einen nicht sehr entfernten Verwandten handelt.

Besonders gut gefällt uns, dass im Neandertal die Verknüpfung von Kultur und Natur so nah liegt. Das Tal lädt neben seinen verschiedenen kulturellen Angeboten, z.B. gibt es neben dem Museum noch das Eiszeitliche Wildgehege und einen Kunstweg, sehr zu Wanderausflügen durch seine malerischen Buchenwälder und vorbei an üppigen Farnvegetationen ein.

Wilder Westen im Münsterland – Europas letzte Wildpferde

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Absolute Wildniss im Münsterland © Tourismus NRW e.V.

Ihr liebt Reisen in die USA und schwärmt von dem Freiheitsgefühl in der amerikanischen Landschaft westlich des Mississippis? Fernab dieser Mythologisierung könnt ihr im benachbarten Münsterland wirkliche Freiheit und Grenzenlosigkeit spüren: wer die Dülmener Wildpferde einmal im Merheimer Bruch durch die Landschaft galoppieren gesehen hat, weiß wovon wir sprechen.

Gut zu wissen, abseits der am Wochenende und feiertags geöffneten und sehr gut besuchten Wildpferdebahn habt ihr auch die Möglichkeit, die Pferde in kleineren Gruppen in der freien Natur zu besuchen. So eine Führung dauert ca. eine Stunde und bietet die einmalige Chance, die letzten Wildpferde in ganz Europa auf der Nähe zu beobachten. Die Herde lebt hier übrigens fast gänzlich auf sich allein gestellt und trotzt allen Widerständen. Wir versprechen euch, dass ihr den Anblick der schönen Tiere so schnell nicht vergessen werdet.

Französisches Flair in der Aachener Altstadt

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Für alle, die ein wenig Lust auf Savoir Vivre haben genau das Richtige! © Oliver Franke, Tourismus NRW e.V.

Die westlichste Großstadt Deutschlands einmal zu besuchen ist natürlich sowieso unbedingtes Pflichtprogramm. Wir zeigen euch hier und heute aber speziell wie ihr eure Sehnsucht nach dem französischen Lebensgefühl tatsächlich in der Aachener Altstadt stillen könnt.

Im Dreiländereck Niederlande – Belgien – Deutschland gelegen, und für die meisten Kölner auf der Reiseroute gen Frankreich die erste grobe Richtung wenn man die A4 entlangrauscht, verbindet man Aachen auf jeden Fall nicht nur mit seinen Nachbarländern sondern auch mit deren Nachbarland Frankreich. Und abgesehen von der deutschen Sprache die rings um euch herum natürlich zu hören ist, erinnert der alte Stadtkern auch durchaus an eine der schönen französischen Orte wie Avignon oder Orléans. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass Aachen durchaus eine französische Vergangenheit hat. Von 1797 bis 1815 gehörte die Stadt tatsächlich offiziell zu Frankreich. Und wenn ihr heute durch die alten Sträßchen schlendert, Märkte besucht und den schönen Elisengarten besucht, ist das Bild einer französischen Altstadt gar nicht so weit weg.

Natürlich sollte der französische Genuss keinesfalls zu kurz kommen. Deshalb empfehlen wir euch den morgendlichen Café au Lait im Café Colette am Aachener Markt einzunehmen, am Nachmittag eine süße Versuchung in Form eines köstlichen Törtchens oder Gebäckstücks bei Madame Gateaux abzuholen und stilecht auf einer Parkbank zu verzehren und am Abend im exquisiten Restaurant La Becasse zu speisen.

Fachwerkidylle in Freudenberg

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Freudenberg, der Name ist Programm © © Tourismus NRW e.V.

Ihr steht auf idyllische kleine Ortschaften mit Bauwerken aus dem 17. Jahrhundert? Kein Problem, dies in NRW zu finden. Wir schicken euch dafür zu den „Alten Flecken“ nach Freudenberg im Siegerland. So wird hier nämlich die vollständig in Fachwerkbauweise errichtete Innenstadt genannt, die tatsächlich an eine Kleinstadt von anno dazumal erinnert. Auf den ersten Blick mögen die 50 Fachwerkhäuser vielleicht eins wie das andere ausschauen, doch bei einem Bummel durch die Gassen werdet ihr an jedem der Häuser andere unverwechselbare Details entdecken. Im ganzen Bundesland fendet ihr übrigens keinen vergleichbaren historischen Stadtkern in Fachwerkbauweise, dementsprechend lohnt sich die Reise.

Die schöne Lage Freudenbergs in der waldreichen Mittelgebirgslandschaft bietet zusätzlich großes Potential für Ausflüge und Wanderungen in die Natur. Ebenso erwähnenswert ist das hiesige Technikmuseum, das einen durchaus spannenden Einblick in die Arbeitswelt in Verbindung mit der Technikgeschichte gibt.

Über den Baumkronen von Waldbröl

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Ein wirklich atemberaubender Ausblick © © Tourismus NRW e.V.

Na wer mag es luftig und traut sich einiges an Höhenmetern ohne Schwindelgefühl zu? Auch in NRW könnt ihr hoch hinaus! Dafür reist ihr am besten nach „Panabora“, ein Ort, der seinen Namen von lateinisch „Arbor“ also Baum und dem griechischen „Pan“, dem Hirtengott des Waldes und der Natur hat. Das Herzstück des Naturerlebnisparks im Oberbergischen Kreis bildet nämlich auf jeden Fall der Baumwipfelpfad. Auf einer Strecke von über 1,6 Kilometern spaziert ihr durch verschiedene Baumvegetationszonen wirklich auf einer Höhe von bis zu 23 Metern neben den sich im Wind biegenden Spitzen von mächtigen Nadelbäumen und ausladenden Laubbäumen. Zwischendurch gibt es einige interaktive Lern- und Erlebnisstationen und Schluss der Route ist ein Aussichtsturm wo ihr von einer 34 Meter hohen Aussichtsplattform einen atemberaubenden Blick über das Bergische Land genießen könnt.

Benefit für alle Inhaber eines Jugendherbergsausweises: Übernachtungsangebote der besonderen Art. Wahlweise ist es möglich in Baumhäusern oder sogenannten Erlebnisdörfern (rote Afrika-Häuser, südamerikanische Stelzenhäuser oder mongolische Jurten) zu übernachten.

Disneyfeeling auf Schloss Drachenburg

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Einmal Prinzessin sein © © Tourismus NRW e.V.

Ihr wollt Massentourismus, Klischee und Kitsch in euren Ferien nicht missen? Wir haben die absolut perfekte Location in NRW für alle kleinen und großen Prinzen und Prinzessinnen unter euch gefunden! Begebt euch in den weit entfernten (oder doch so nahen) Rhein-Sieg-Kreis und sucht die verwunschene (und auch teilweise sehr moderne) Stadt Königswinter auf. Sucht das Gebirge mit den sieben Bergspitzen und wählt den der 321 Meter hoch ist (oder schaut bei Google Maps nach welcher der richtige Berg ist), genannt Drachenfels. Am Nordwesthang, dem Rheintal zugewandt findet ihr ein Schloss welches dem Wohnort Cinderellas gleicht. Willkommen auf Schloss Drachenburg! Für alle weniger Disney-affinen Besucher lohnt sich der Anblick nichtsdestotrotz. Das Schloss im Baustil des Historizismus wurde in Anlehnung an seinen ursprünglichen Zustand bis 2010 aufwändig restauriert und zu einem Museum umfunktioniert. Ebenso wie der dazugehörige Schlosspark stellt es eine echte Sehenswürdigkeit unter den deutschen Schlössern dar. Und unser Disney-Vergleich war übrigens kein Witz, auch außerhalb Deutschlands genießt das Bauwerk eine große Aufmerksamkeit und wird jedem Disney Fan als märchenhaftes Ausflugsziel nahegelegt.

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Marleen

Marleen ist in Nippes zu Hause, schreibt gern über ihr Veedel, Mädchenkram, die grünen Seiten von Köln und alles was mit Kindern zu tun hat. Immer für vegetarische Köstlichkeiten, ein gutes Buch oder Feierabend-Bierchen im Park zu haben.