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Für einen gelungenen Tagesausflug müsst ihr nicht stundenlang im Zug sitzen. Manchmal liegt das nächste kleine Abenteuer direkt vor der Haustür. Genau deshalb hat es uns nach Monheim am Rhein verschlagen. An einem sonnigen Vormittag haben wir uns aufs Fahrrad geschwungen und sind entlang des Rheins Richtung Norden geradelt. Das Schöne: Genauso unkompliziert erreicht ihr Monheim am Rhein auch mit den Öffis oder dem Auto. Für uns war die Anreise auf zwei Rädern aber bereits Teil des Ausflugs.
Spätestens bei der Überfahrt mit dem Piwipper Böötchen ließen wir den Alltag ein Stück weit hinter uns. Während der Rhein gemächlich vorbeizog und uns die andere Uferseite immer näherkam, stellte sich dieses Gefühl ein, das sonst eher mit einem Kurzurlaub verbunden ist.
Nach der Radtour brauchten wir eine kleine Stärkung. Unsere Mittagspause legten wir im Café Mit Liebe ein – und hätten ehrlich gesagt nicht erwartet, hier auf so einen modernen und stylischen Ort zu treffen. Mit seinem hellen Interieur, den vielen liebevollen Details und der entspannten Atmosphäre erinnert das Café eher an einen beliebten Brunch-Spot in Köln als an ein Café in einer kleinen Rheinstadt. Genau solche Überraschungen lieben wir.
Besonders praktisch: Frühstück gibt es hier den ganzen Tag. Wir entschieden uns für eine der frischen Bowls und waren sofort begeistert. Dazu ein guter Kaffee und die entspannte Atmosphäre – mehr brauchte es in diesem Moment eigentlich nicht. Danach ging es los um die Stadt zu erkunden.
Schon nach den ersten Schritten fiel uns auf, wie gepflegt und einladend hier alles wirkt. Die liebevoll restaurierten Häuser, die sauberen Gassen und die vielen grünen Ecken verleihen dem historischen Stadtkern eine besondere Atmosphäre, die zum entspannten Bummeln einlädt.
Genau das haben wir dann auch getan. Vorbei am Schelmenturm – in dem eine spannende Ausstellung auf euch wartete – schlenderten wir durch die kleinen Straßen von Monheim am Rhein und entdeckten dabei zahlreiche inhabergeführte Geschäfte. Im Teehaus am Rathaus stöberten wir zwischen besonderen Teesorten, Feinkost und schönen Geschenkideen, während die Bücherstube Rossbach mit ihrer gemütlichen Atmosphäre zum Verweilen einlud. Auch die liebevoll eingerichteten Schaufenster der Dekoqueen machten Lust darauf, noch ein wenig länger durch die Gassen zu ziehen.
Was uns besonders gefallen hat: Trotz ihrer überschaubaren Größe gibt es in Monheim am Rhein erstaunlich viel zu entdecken. Hinter fast jeder Ecke wartet ein neues Detail, ein kleiner Laden oder ein schöner Platz, der zum Innehalten einlädt. So verging die Zeit beim Schlendern fast wie von selbst.
Jetzt hieß es für uns, Kunst und Kultur in dem Städchen am Rhein auszuchecken und hier gab es wirklich noch einiges zu entdecken. Was uns besonders überrascht hat: Kunst begegnet euch hier praktisch auf Schritt und Tritt.
Am Ingeborg-Friebe-Platz blieben wir direkt vor „Points of View“ stehen. Die drei bronzenen Skulpturen des britischen Künstlers Tony Cragg wirken aus jedem Blickwinkel anders. So wurden wir fast automatisch dazu eingeladen, einmal komplett um das Kunstwerk herumzulaufen. Nicht weniger spannend fanden wir den Social Playground Monheim des dänischen Künstlers Jeppe Hein auf dem Eierplatz. Der Spielplatz ist gleichzeitig Kunstwerk und Begegnungsort und macht schon beim Vorbeigehen gute Laune.
Unser persönliches Highlight wartete allerdings im Marienburgpark. Zwischen alten Bäumen und viel Grün tauchten plötzlich überdimensionale Märchenfiguren auf, die Teil der Installation „Yes There No Where“ von Robert Wilson sind. Irgendwo zwischen faszinierend, skurril und leicht unheimlich fühlte sich der Spaziergang an. Genau diese Mischung aus Natur, Kunst und unerwarteten Entdeckungen hat uns an Monheim am Rhein begeistert. Hinter jeder Ecke scheint etwas Neues auf euch zu warten.
Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten,wollten wir noch eine Sache testen: das Eiscafé art & wEISe. Und was sollen wir sagen? Hier haben wir vermutlich das beste vegane Eis gegessen, das jemals in unseren Waffeln gelandet ist.
Besonders begeistert hat uns das Konzept der Probierkugeln. Für kleines Geld könnt ihr euch gleich mehrere Sorten in Mini-Größe zusammenstellen und euch durch das Sortiment testen. Eine Entscheidung, die uns alles andere als leicht fiel. Unser Favorit am Ende: Kokos-Ananas. Fruchtig, cremig und genau das Richtige für einen sonnigen Nachmittag am Rhein.
Zum perfekten Abschluss des Tages ging es anschließend noch in den Biergarten am Zollhäuschen. Mit Blick auf den Rhein, einem kühlen Getränk in der Hand und den Erlebnissen des Tages im Kopf ließen wir unseren Ausflug entspannt ausklingen. Dabei schmiedeten wir direkt Pläne für unseren nächsten Besuch in Monheim am Rhein. Denn obwohl wir bereits jede Menge entdeckt haben, wartet mit dem UNESCO Welterbe Haus Bürgel noch ein Ort auf unserer Liste, den wir unbedingt erkunden möchten. Aber das ist eine Geschichte für das nächste Mal.
Eines steht für uns jedenfalls schon jetzt fest: Monheim am Rhein war ganz sicher nicht unser letzter Ausflug ans andere Rheinufer – alle Infos zur Anreise findet ihr noch einmal hier!