Ein bisschen Kunst muss sein!

Ein bisschen Kunst muss sein!Unser Museums-Guide für Köln

Ja, der Museumsbesuch ist ein Klassiker, besonders bei schlechtem Wetter und das wissen wir! Trotzdem müssen Museen nicht langweilig, öde und lahm sein, ganz im Gegenteil. Das Köln einiges in seiner Museenlandschaft zu bieten hat, dass wollen wir euch heute in unsere top Guide Museen zeigen! Im ersten Teil haben wir uns mal die "großen" Museen der Stadt etwas näher angeschaut und mussten feststellen, dass der letzte Besuch anno Schulzeit nun doch schon ein Weilchen her ist und unbedingt wieder aufgefrischt werden sollte.

Museum Ludwig

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© Ludwig | Facebook

Direkt am Hauptbahnhof findet man das bekannte Museum Ludwig, ein Museum, das sich der modernen Kunst verschrieben hat und sich seiner Kunstwerke nicht zu lumpen braucht. Hier trifft man nicht nur auf die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, auch die Pop Art Sammlung ist extrem umfangreich und beinhaltet natürlich auch die Künstler Andy Warhol, Roy Lichtenstein, James Rosenquist und Tom Wesselmann.
Das Museum erstreckt sich auf drei Etagen, die untereinander mehrfach verbunden sind, weshalb man manchmal an Orten landet, zu denen man zuvor auf anderem Wege gelangt ist. Besucher können dort leicht mehr als drei Stunden verbringen, ohne alles gesehen zu haben, daher empfiehlt es sich, Prioritäten zu setzen.
Neben Action Paintings eines Jackson Pollock, dem ‚roue de bicyclette’ (1913/1964) von dem Dadaisten Marcel Duchamp, oder Neoplastizismus eines Piet Mondrian, findet man hier auch einen Man Ray, einen Laszlo Moholy-Nagy, wie einige Wassily Kandinskys. Und natürlich fehlt es auch hier nicht an einem Salvador Dalí, genauer dem Gemälde ‚La gare de Perpignan’ (‚Der Bahnhof von Perpignan’), 1965. Daher ist das Museum auch bei Kölnern so beliebt, hier findet man unzählige bedeutende Werke auf großem Raum, gespickt von gut ausgewählten Sonderausstellungen. Ab dem 19. Januar kann man die Ausstellung ‚Hockney/Hamilton. Expanded Graphics’ bestaunen.

MAKK – Museum für angewandte Kunst

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© Makk | Facebook

Das MAKK liegt sehr zentral gelegen und ist gut vom Hauptbahnhof erreichbar. Das allein ist aber noch nicht er Grund warum sich ein Besuch hierhin lohnt! Das MAKK hat einiges zu bieten und der Bau an sich ist fast schon einen Besuch wert. Der erste Bereich des Museums befasst sich mit dem Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zum Jugendstill. Hier findet sich vom Glas, über Silberschmuck, bis hin zu Möbelstücken, die noch nicht so viel mit ihren heutigen Kollegen von IKEA zu tun haben, alles was man als echte Designklassiker beschreiben kann.
Der zweite Bereich im MAKK befasst sich mit Design und Ikonen des 20. Jahrhunderts. Hier findet man den ein oder anderen Design-Klassiker den wir auch gern bei uns im Büro stehen hätten. Wer nach dem Museumsbesuch noch etwas entspannen möchte, sollte dem Kaffee im MAKK noch ein Besuch abstatten. Bei gutem Wetter empfehlen wir auch den schicken Außenbereich! Abschließen lässt sich der Besuch im Makk, perfekt mit einer kleiner Shoppingtour im eigenen Museumsshop. Hier kann man neben einigen spannenden Bildbänden auch kleine Designstücke ergattern.

Wallraff-Richartz-Museum & Fondation Corboud

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© Wallraff-Richartz-Museum | Facebook

Als Ferdinand Franz Wallraf 1824 starb, vermachte er der Stadt Köln seine Gemälde, Zeichnungen, Bücher, Münzen und andere Kunstgegenständen. 1854, also dreißig Jahre nach Wallrafs Tod, wurde dem Kaufmann Johann Heinrich Richartz der Bau des Museums bewilligt und zu einem bedeutenden Standort der Kunst. Nach der Zerstörung des gesamten Baus im Zweiten Weltkrieg wurden die Relikte über die Jahrzehnte mehrfach umgesiedelt, bis das Museum 2001 in die jetzigen Räumlichkeiten einzog. Heute besitzt das Museum einige der wichtigsten mittelalterlichen Malereien weltweit und darf sich mit der größten Sammlung impressionistischer und neoimpressionistischer Kunst in Deutschland schmücken.
Steigt man die metallischen Treppen des Museums hoch, erwartet man nicht unbedingt diese Ausstellungsräume. Von Mittelalter spaziert man hier bis in den Barock und das 19. Jahrhundert und erlebt dabei Räumlichkeiten in den vielfältigsten Farben und wunderbaren Lichtinstallationen, die die Sammlung erhellen. Noch bis zum 24. März kann man unter anderem die Ausstellung ‚Es war einmal in Amerika – 300 Jahre US-amerikanische Kunst’ besuchen.

Rautenstrauch-Joest-Museum

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© Rautenstrauch-Joest-Museum | Facebook

Wenn man in seiner kleinen und feinen Köln-Welt lebt, vergisst man manchmal, dass es da noch viel mehr auf der Welt gibt, was es sich lohnt zu entdecken! Da kann das Rautenstrauch-Joest-Museum, unweit vom Neumarkt, für Abhilfe sorgen! Hier erlebt ihr auf 3600 Quadratmetern die kulturelle Vielfalt der Welt.
Wer sich jetzt an den Besuch im Völkerkundemuseum in der siebten Klasse erinnert fühlt, hat sich geschnitten. Hier gibt es einiges mehr zu entdecken als verstaubte Masken und öde Fotos. Ihr findet hier jede Menge Antworten auf die Fragen der Welt und könnt euch beispielsweise in das Leben in der Wüste hineinversetzen lassen. Natürlich gibt es auch weiterhin viele Masken und Nachbauten aus verschiedenen Kulturen der Erde zu entdecken, das Ganze aber plausibel uns spielerisch erklärt. Ein Besuch im Rautenstrauch-Joest-Museum lohnt auf alle Fälle! Entdeckt die ganze Welt dierekt bei uns in Köln, ohne stressige Reisestrapazen oder überteuerte Hotels in Anspruch nehmen zu müssen!

Das Schokoladenmuseum

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© Schokoladenmuseum | Facebook

Wenn man an das Schokoladenmuseum denkt, dann denkt man an köstliche braune Süße und an den wunderschönen Schokobrunnen vor der Skyline von Köln.
Es sind mittlerweile bereits 25 Jahre, die ins Land gezogen sind, als der Schornsteinfegersohn Hans Immhoff 1993 das Schokoladenmuseum im Rheinauhafen eröffnete. Heute ist es, mit rund 600 000 Besuchern pro Jahr, das meistbesuchte Museum der Stadt Köln. Das Museum ist nicht nur von außen wunderschön anzusehen, es wurde auch im Inneren an nichts gespart. Ein kleines Tropenhaus lädt hier zum Spazieren ein, auf 4.000 Quadratmetern werden einem über 100.000 Objekte präsentiert und im vorderen Bereich wird den Besuchern spielerisch die Kakaobohne nähergebracht. Durch viele schöne Requisiten, wie einem alten Süßigkeitenladen und einigen farbenfrohen Schokoladenwerbungen aus längst vergangenen Zeiten, wird man zurück in die Kindheit versetzt. Auch die hauseigene Schokoladenfabrikation kann man hier live beobachten. Das Highlight ist aber nichtsdestotrotz der sagenumwobene Brunnen mit den goldenen Kakaobohnen, der am Ende der Tour auf einen wartet.

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden!

Redaktion