prôt - von Alex handgebacken Brot für Köln wie es sein muss

Es duftet nach Teig und Mehl und Ofen als ich den kleinen, charmanten Laden im Belgischen Viertel betrete. Ich stehe mitten in der Backstube als ich mit Alex ins Gespräch komme. Während er die kleinen Teig-Klumpen knetet, dreht, kurz wirft und wieder auf den mehligen Holztisch legt, ist er voll konzentriert und ich schon beeindruckt.
Um zu Anfang direkt mal mit Rollenklischees aufzuräumen: Alex hat seine Baguettes voll im Griff, während er mir detailliert erklärt, wie sein Business läuft. So viel zu: Männer können kein Multitasking. Alex schon. Aber Alex ist eben auch ein echter Profi.

Das Brot von prôt ist eine wahre Freude

„prôt“ – Althochdeutsch für Brot

Der gelernte Bäckermeister hat inmitten des beliebten Belgischen Viertels sein „prôt – von Alex handgebacken“ gemeinsam mit seiner Freundin Melanie eröffnet.
Bei Alex gibt es sieben Brote – die am Ende des Tages meist ausverkauft sind. Er setzt auf Qualität statt Masse, denn er weiß, welche Kompromisse sonst nötig wären. Und die gibt es bei Alex nicht. Er macht alles selbst. Teig anrühren, stehen lassen, portionieren, in Form bringen, backen. Ach, und wie das duftet! Ich bekomme richtig Hunger. Wie sich herausstellt ist das genau der Plan von Alex. „Man sieht sonst nirgendwo wie Brot gebacken wird, kommt einer Backstube nie so nah. Die Leute können mir hier genau auf die Finger schauen und nebenbei ihr Brot kaufen. Transparenter geht es nicht.“

Hier kannst du zuschauen, wie dein Brot gebacken wird

„Man sieht sonst nirgendwo wie Brot gebacken wird, kommt einer Backstube nie so nah. Die Leute können mir hier genau auf die Finger schauen und nebenbei ihr Brot kaufen. Transparenter geht es nicht.“

Alex von prôt

Alles transparent – hinter der großen Glasscheibe entgeht dir nichts!

Back-Yoga mit Alex

Alex knetet weiter seinen Teig, während ich mich fühle wie beim Yoga. Das Zuschauen wirkt irgendwie meditativ auf mich, ich muss ja aber auch nichts machen. Bei ihm sieht das so einfach aus! Melanie kümmert sich bei „prôt“ um den Verkauf und lacht, als ich meine Gedanken ausspreche. „Das hab ich auch gedacht, aber ich bin kläglich gescheitert.“
Alex erklärt mir was von Spannung des Teigs je nach Brotsorte, die richtige Luft im Teig, wichtige Backtemperaturen und Zeiten. Mir wird klar, dass Bäcker sein ein anspruchsvoller Beruf ist. Mit viel Geduld, Liebe zum Detail und Erfahrung hat Alex seinen eigenen Laden aus dem Boden gestampft. Er grinst während er erzählt, was mir noch mehr Spaß macht zuzuhören. Wie überall ist man am Besten, wenn man Leidenschaft mitbringt und die merkt man Alex sofort an. Und ein kleiner Spoiler zum Schluss: Man schmeckt sie auch!

Was macht ein gutes Brot aus? Unser täglich Brot gibt uns heute

In einem sind sich die Experten einig: Gute Zutaten und Zeit machen ein gutes Brot. Bei Farbe, Krustendicke, Roggenanteil usw. scheiden sich die Geister. Schließlich hat jeder einen anderen Geschmack – und das ist auch gut so!

Was auf keinen Fall im Brot drin sein sollte, sind Konservierungsstoffe und Farbmittel. Beides ist in unverpacktem Brot in Deutschland verboten. Wenn ihr also in einer Handwerksbäckerei einkauft, könnt ihr euch sicher sein, dass die Brote ohne diese Zutaten gebacken werden.

Die Basis eines guten Brots ist das Getreide: Weizen, Dinkel oder Roggen. Es gibt viele unterschiedliche Getreidesorten, die die Brotvielfalt prägen. Hinzu kommen Körner, Nüsse, Tomaten – eben je nach Geschmack

Das richtige prôt für jeden Anlass